gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Datenklau-Datenhandel- Woher haben die meine Adresse?

Woher haben die meine Daten?

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Man glaubt nicht, wo überall Daten gesammelt werden. Nicht nur aus Telefonbüchern/Telefon-CDs oder öffentlichen Registern. Auch bei Umfragen, Katalogbestellungen, Gewinnspielen, Reisebuchungen und Kauf im Internet, Nutzung von Kundenkarten, Preisausschreiben, bei unzähligen Gelegenheiten werden unsere Daten gespeichert. Eine Garantie, dass die Adressen nicht für Werbung weiterverkauft werden, gibt es nicht.

Mit der Novellierung des Datenschutzgesetzes ist es in bestimmten Fällen sogar erlaubt, dass Firmen Daten ohne Einwilligung des Verbrauchers an Dritte weitergeben.

Mit persönlichen Daten wird heute regelrecht gehandelt. So sind auf dem Markt zum Beispiel T-Online- oder Amazon-Zugänge, Bankkonten, persönliche DHL-Packstationen und eBay-Konten einschließlich PayPal-Account zum Preis von jeweils 10 bis 25 Euro zu haben. Auf dem PC-Spiele-Markt werden sogar ganze Charaktere durch kriminelle Täter verkauft. (Quelle: www.teltarif.de)

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Einige Folgen illegaler Datennutzung

In Österreich und bei der Deutschen Bahn wurden illegale Datensammlungen über Krankheiten tausender Mitarbeiter angelegt. Zumindest in Österreich sollen diese Daten Einfluss auf die Karriere gahabt haben.

Und wenn ein unredlicher Mitarbeiter die Daten von Treuekarten, Prämienkarten z.B. an Krankenlassen und Versicherungen verkauft? Kur abgelehnt, der Antragsteller kauft ja so viel Alkohol oder Zuckerzeug.

Was wäre, wenn die Daten der Krankassenkarte in falsche Hände geraten? Nicht nur Versicherungen wären an diesen Daten interessiert.

Was wäre, wenn die Daten der digitalen Stromzähler in falsche Hände kämen? Hartz IV, eine Person und so viel Stromverbrauch, da wohnen doch mehr.

Man kann seine Fantasie hier spielen lassen, nach den bisherigen Erfahrungen scheint nichts unmöglich.

Ausgespähte Zugangsdaten zu Internet-Auktionshäusern werden verwendet, um angebliche Auktionen zu starten und Kunden um ihr Geld zu prellen. Um nicht selbst in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden zu geraten, bedienen sich die Kriminellen gutgläubiger Gehilfen, die Waren oder Gelder gegen eine Provision in das Ausland weiterleiten.

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Firmen dürfen gekaufte Kontaktdaten nicht einfach fürs Marketing nutzen

Der Bundesverband Verbraucherzentrale hat erfolgreich gegen eine Firma geklagt, die personenbezogene Daten von einem Marktforschungsinstitut erworben und fürs Telefonmarketing genutzt hatte.

"Wer Daten kauft, darf nicht einfach anrufen", freut sich der Verbraucherzentrale Bundesverband und verweist auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts Traunstein. Dort hatten die Verbraucherschützer gegen die Firma Wenatex geklagt, weil sie personenbezogene Daten bei einem österreichischen Meinungsforschungsinstitut gekauft und damit eine Marketingaktion per Telefon gestartet hatte. Da sich das Unternehmen zuvor per Unterlassungserklärung verpflichtet hatte, Verbraucher nicht ohne ihr Einverständnis anzurufen, beantragte der Verband nach der Beschwerde einer Verbraucherin eine Vertragsstrafe. Wenatax weigerte sich zu zahlen, weshalb man Klage einreichte. Das Gericht verurteilte Wenatex nun zur Zahlung von 5100 Euro - das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Das Unternehmen wies darauf hin, die Verbraucherin habe sich gegenüber dem Meinungsforschungsinstitut einverstanden erklärt, angerufen zu werden. Die Erlaubnis bezog sich allerdings nur auf eine bestimmte Umfrage. Das Gericht war der Meinung, Wenatex hätte prüfen müssen, zu welchem Zweck die gekauften Kontaktdaten erhoben wurden und wozu sich die Personen einverstanden erklärt haben. Eine solche Prüfung wäre insbesondere deshalb notwendig gewesen, da es sich um ein ausländisches Meinungsforschungsinstitut gehandelt habe, wo möglicherweise andere Rechtsvorschriften gelten. (Quelle: Newsletter Verbraucherzentrale Bundesverband v. 25.06.08)

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Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten

Der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverbandes (www.vzbv.de) meinte: Generell sollten Verbraucher auf Geschäfte verzichten, die ein Einverständnis zur Datenweitergabe voraussetzen. Zudem sollte man nur solchen Geschäftspartnern sensible Daten wie etwa die Kontoverbindung nennen, die man selbst aus freien Stücken kontaktiert hat und die vertrauenswürdig sind. Die Devise müsse sein: "Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten". Datensparsamkeit sei der beste Datenschutz: So wenig Daten wie möglich, nur so viele wie unbedingt nötig. Wer sorglos mit seinen Daten umgehe, müsse sich nicht wundern, Opfer von Werbeanrufen oder unseriösen Geschäften zu werden.

Private Rufnummern sollten so selten wie möglich angegeben werden.

Wird im Internet eine Tefonnummer als Pflichtangabe gefordert, kann man auch eine falsche, nicht existierende Rufnummer angeben.

Streichen Sie in Verträgen den Vermerk, dass Ihre Daten für Werbezwecke weitergegeben werden dürfen.

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Dürfen Meldeämter Daten weitergeben?

Zum 01.Nov. 2015 (BGBl. I 2013, S. 1084) tritt ein neues Meldegesetz in Kraft.

Einen länderübergreifenden Online-Zugriff auf die Meldedaten erhalten Sicherheitsbehörden, z.B. Polizei, Staatsanwaltschaft,Bundesnachrichtendienst, Zoll, Finanzbehörden. Die dürfen die Daten 1 Jahr speichern.

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Adressdaten Sozialversicherter

Das Informationsfreiheitsgesetz beinhaltet keinen Anspruch auf Weitergabe von Adressdaten Sozialversicherter Ein Verlag wollte von einer Berufsgenosenschaft unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz die Namen und Adressen aller Versicherten. Das Bayerische Verwaltungsgericht in München hat mit Urteil vom 07.10.2008 entschieden (Az.: 5 BV 07.2162): Das Informationsfreiheitsgesetz beinhaltet keinen Anspruch auf Weitergabe von Adressdaten Sozialversicherter. Das Gesetz dient nicht kommerziellen Zwecken.

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Anrufe trotz Geheimnummer

Abzock-Firmen benutzen eine Software, die zufällig plausible Zahlenkombinationen zusammenwürfelt und dort automatisch anruft.

Ihre Festnetz- oder Handynummer steht nicht im Telefonbuch, sicher aus gutem Grund, trotzdem werden künftig Anrufe an Sie vermittelt. Eine Änderung im Telekommunikationsgesetz erlaubt das. Die Firma Go Yellow darf unter der Nummer 118 000 einen Vermittlungsauskunftsdienst betreiben. AndereTelefonanbieter werden dazukommen.

Der Anrufer, der eine nicht im Telefonbuch vermerkte Person sprechen möchte, gibt seinen Gesprächswunsch an Go Yellow weiter, die Firma ruft den Anschlussinhaber an und fragt, ob das Gespräch durchgestellt werden kann oder informiert per SMS über den Gesprächswunsch. Die Telefonnummer des Anschlussinhabers wird nicht weitergegeben.

Nach den Datenpannen, die in letzter Zeit bekannt wurden, ist abzusehen, dass Datenräuber bei diesem lukrativen Daten nicht untätig sein werden.

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