gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Auto, Geld gewonnen - Gewinn mit Vorkasse

Zahlen Sie keine Gebühren, um an den vermeintlichen Gewinn zu kommen.

BKA und Bundesnotarkammer warnen

Wer gewinnt, muss nichts bezahlen

Aktuell: Mit einer neuen Masche wird versucht, die Rechner der Opfer mit Fernwartungssoftware zu infizieren. Besonders weit mit der Umschulung sind die Scammer offenbar noch nicht, dennoch bestünde das Potenzial einer ernsthaften Bedrohung (Quelle: Newsletter www.buerger-cert.de v. 24.07.14).

Bundesweit wird Bürgerinnen und Bürgern per Telefon, Fax, Post oder E-Mail mitgeteilt, dass Sie Empfänger eines hohen Gewinns seien. Die Polizei in Deutschland verzeichnet seit 2010 über 37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind. Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen Dunkelfeld aus.

Die Betrüger gehen immer gerissener vor, sie wirken seriös, kennen oft auch Details, wie z.B.ein bestehendes Gewinnspiel-Abo, und erschleichen sich so das Vertrauen ihrer Opfer. Bestätigungsanrufe durch angebliche Anwaltskanzleien, Notare oder Polizeidienststellen sollen die Opfer in Sicherheit wiegen.

Mit Stand 01.06.2015 wurden von den Generalstaatsanwaltschaften 59 Verfahren (2014: 46 Verfahren) an das BKA gemeldet. Der in diesen Verfahren angerichtete Gesamtschaden beträgt 131.984.393,16 Euro (2014: 117.160.548 Euro). Insgesamt wurden 1.133.974 Personen (2014: 1.012.885) geschädigt. Es ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. In einzelnen Ermittlungsverfahren lag die Anzeigenquote bei maximal 10 % der Fälle. Aus Call-Centern in der Türkei agierende Täter, die sich auch als Rechtsanwälte oder Notare ausgeben, informieren die Angerufenen beispielsweise über den angeblichen Gewnn. (Quelle: Polizeipresse Mittelhessen v. 03.08.16)

In aller Regel erhalten oftmals ältere Menschen per Telefon die Mitteilung, sie haben ein teures Auto oder einen größeren Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro gemacht. Der Anrufer gibt sich als zuständige Stelle für die Gewinnauszahlung aus, z.B. als Anwalt, Notar oder Geldtransportunternehmen. Die Opfer werden aufgefordert, sogenannte "UKash-Codes" oder Paysafe-Karten oder Amazon-Geschenkgutscheine käuflich zu erwerben und die Codes dem Anrufer mitzuteilen. Die Codes werden von den Betrügern genutzt, um im Internet zum Beispiel an gebührenpflichtigen Spielen teilzunehmen. Bei UKash und Paysafe selbst handelt es sich um seriöse Unternehmen. Leider wird das schnelle und anonyme Bezahlverfahren gerne von Betrügern genutzt.
Geben Sie nie Karten-Codes an Dritte weiter! Mit der Bekanntgabe von Codes ist Ihr Geld in den Händen von Fremden. Bargeld würden Sie ja auch nicht einfach an Unbekannte geben!

Auch ein Geldtransfer ins Ausland per Western Union wird gefordert.

In einigen Fällen geben sich die Kriminellen sogar rhetorisch geschickt als Polizei- oder Zollbeamte aus und bitten die Opfer den Zahlungsforderungen nachzukommen, damit die Kriminellen beim Empfang des Geldes festgenommen werden könnten.

Ist man sich in der Bewertung eines solchen Anrufes oder Schreibens unsicher, kann man sich jederzeit Rat bei der Polizei holen. Und überhaupt könnten die anfallen Gebühren ja vom "Gewinn" abgezogen werden.

Alle Alarmglocken sollten schrillen, wenn anonyme Zahlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Übergabe von Codenummern aus U-cash, Amazongutscheinen oder ähnlichen Unternehmen genutzt werden sollen oder wenn die Transaktion durch entsprechende Firmen wie zum Beispiel Western Union ins Ausland erfolgen soll.

Gefälschte Rufnummern

Seien Sie sich bewusst, dass Rufnummernanzeigen gefälscht werden können!

Tatsächlich sind die Rufnummern z.B. von angeblichen Rechtsanwälten, über einen Trick nur vorgeschaltet und werden bei Anruf automatisch zu den gewerbs- und bandenmäßig agierenden Tätern durchgestellt. Falls der Angerufene zunächst noch misstrauisch sein sollte und die angegebene Telefonnummer zurückruft, so meldet sich tatsächlich der vermeintliche Notar oder Rechtsanwalt. Bestehende Zweifel werden so zerstreut.

Unbekannt ist vielen aber, dass es technisch kein Problem ist, eine Telefonverbindung mit allen deutschenkn Vorwahlziffern so einzurichten, dass der Anruf zu einem Callcenter in der Türkei führt (Call ID Spoofing). Notieren Sie sich die Rufnummer des Anrufers! Teilen Sie diese Rufnummer auf jeden Fall auch der Bundesnetzagentur mit. Die Bundesnetzagentur wird diese Rufnummern sperren.

Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von einem so genannten Vorschussbetrug. Die Täter sind nur äußerst schwierig zu ermitteln, da sie in den allermeisten Fällen aus dem Ausland operieren, über entsprechende Insiderkenntnisse verfügen und sich sehr stark abschotten.

Die Kriminalpolizei und die Bundesnotarkammer empfehlen daher:

Das BKA rät: Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen "Geschäftes" Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, erstatten Sie Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Schaubild Gewinnversprechen arbeitsteiliges Vorgehen der Betrüger Wie die betrügerischen Banden arbeitsteilig vorgehen ist gut aus dem Schaubild der Polizei Oldenburg zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität) und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg führen seit mehreren Jahren umfangreiche Ermittlungen aufgrund betrügerischer Gewinnversprechen gegen eine Vielzahl von Beschuldigten. Diese gehören verschiedenen Tätergruppierungen aus Deutschland und der Türkei an. Im Rahmen der Ermittlungen konnten mehrere Tätergruppierungen identifiziert und deren arbeitsteiliges Vorgehen nachvollzogen werden. Sie verursachten vermutlich einen Schaden von mindestens 13,5 Millionen Euro bei insgesamt 3.500 Geschädigten.

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen, da die Geschädigten sich häufig für ihre vermeintliche Leichtgläubigkeit schämen und daher nicht offenbaren, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Selbst die nahen Angehörigen werden oft nicht informiert. Hinweise zur Höhe der Dunkelziffer bietet die Verbindungsdatenanalyse. Hier wurden zu einer täterseitig genutzten Rufnummer innerhalb von 5 Wochen 31.000 Opfergespräche verzeichnet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den türkischen Ermittlungsbehörden konnten mehrere Callcenter in der Türkei, aus denen die betrügerischen Telefonate erfolgten, identifiziert und die Verantwortlichen ermittelt werden. In einer konzentrierten Aktion der türkischen Ermittlungsbehörden wurden 88 Personen, darunter auch der nach derzeitigem Ermittlungsstand Hauptverantwortliche S. Tanlak, vorläufig festgenommen werden. Gegen 11 dieser Bandenmitglieder der Gruppierung Tanlak wurden Haftbefehle erlassen. Zudem wurden diverse Vermögensgegenstände sichergestellt (Quelle: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg v. 18.03.15).


Eine Leserin der Pfiffigen Senioren, deren Mutter betrogen wurde, bringt diese Betrugsmasche auf den Punkt: Erschreckend, wie geschickt mit dem Respektverhalten einer Generation gegenüber Notaren, Anwälten und Menschen mit Dr.-Titel umgegangen wird.

Hier werden ganz gezielt Senioren kontaktiert, um ihnen entweder hohe Bargeldsummen bzw. hochwertige Pkw als Gewinn in Aussicht zu stellen, nur um dann im Anschluss unter einem Vorwand (z.B. Überführungskosten, Gebühr für Gewinnverwalter, Vollkasko, Transaktionskosten, Transportversicherung, Zollgebühren, Freischaltungsgebühr, Auslagen, Steuern, Gewinnsteuern, Verwaltungsgebühr, Geldwäschebescheinigung, Bearbeitungsgebühr, Anwaltsgebühr, Kosten für den Werttransport, Vollmachtsgebühr ), Bargeld zu fordern. Durch die spezielle Art und Weise des Geldtransfers ist ein etwaiges Rückbuchen nicht mehr möglich. Das Bargeld wird hier dem Dienstleister vor Ort in bar übergeben und ist für den Geschädigten im Nachhinein nicht mehr greifbar

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18.000 Euro für leere Versprechen gezahlt

m Montag wurde der Polizei wieder ein Fall von Trickbetrug aus Bautzen bekannt. Eine arglose 57-Jährige war unbekannten Anrufern auf den Leim gegangen und hatte mehr als 18.000 Euro für leere Versprechen gezahlt. Ein Mann habe sie vor wenigen Tagen angerufen und einen Lotteriegewinn von beinah 50.000 Euro in Aussicht gestellt. Um diesen erhalten zu können, sollte sie erst 900 Euro und nach einem erneuten Telefonat mit den Betrügern weitere rund 17.000 Euro an Gebühren für eine Versicherung und den Transport des Gewinns bezahlen.

Offenbar geblendet von der süßen Verlockung des Geldes, tat die Frau wie ihr geheißen und überwies per Western-Union inklusive Gebühren mehr als 18.000 Euro auf ein ausländisches Konto. Das Ersparte ist auf nimmer Wiedersehen weg!

Am Montag nahm sich schließlich ein Bekannter der Frau ein Herz und schilderte das Geschehene der Polizei. Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeipresse Sachsen v. 20.09.17

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Erst spät an die Polizei gewandt

Opfer einer eigentlich nicht neuen Betrugsmasche wurde Anfang September ein 29-jähriger Mann aus Frankenberg. Ein unbekannter Mann hatte sich unaufgefordert telefonisch bei dem arglosen Geschädigten gemeldet und ihm den Gewinn von 39.500 Euro mitgeteilt. Wie üblich bei dieser Masche, sollen die vermeintlichen Gewinner für Zustellung und Transport der Bargeldsumme vorab eine Bearbeitungsgebühr zahlen.

Im Fall des Frankenbergers sollten 900 Euro über ein elektronisches Bezahlsystem mit Guthabenkarten vorab gezahlt werden. Derartige Karten mit einem Zahlencode gibt es in Lebensmittelgeschäften, Tankstellen und weiteren Verkaufsstellen zu kaufen.

In Erwartung des angekündigten Geldsegens übermittelte der gutgläubige Geschädigte die für die Geldverfügung wichtigen Zahlencodes an den Anrufer.

Kurz darauf meldete sich dann der angebliche Abteilungsleiter des ersten Anrufers und bedauerte einen dummen aber für den Mann aus Frankenberg erfreulichen Fehler. Bei der Gewinnsumme handele es sich doch tatsächlich um 93.500 Euro. Diese deutliche höhere Gewinnsumm würde leider aber auch höhere Gebühren verursachen.

Um an den Gewinn zu kommen, seien Gebühren in Höhe von 4.450 Euro vorab zu entrichten. Nun doch misstrauisch geworden, wandte sich der Geschädigte an die Polizei in Frankenberg. Dort musste der Mann schließlich erfahren, dass er ganz offensichtlich einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen war.

Quelle: Polizeipresse Nordhessen v. 19.09.17

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Gewinn vorgegaukelt

Anfang der Woche erhielt eine Bürgerin aus Leimen einen Telefonanruf, bei dem ihr von einer männlichen Person mitgeteilt wurde, dass sie einen Gewinn von über 25.000 Euro erzielt hätte. Am Tag darauf wurde sie von einer weiteren Person angewiesen, 900 Euro vorab zu überweisen, damit die zugesagte Gewinnauszahlung erfolgen kann. Diese Aufforderung befolgte die Frau, überwies fast 1.000 Euro, eine Auszahlung der Summe blieb jedoch aus, weshalb sie Anzeige beim Polizeiposten Leimen erstattete.

In Anwesenheit der Polizeibeamten erreichte die Dame dann erneut ein Anruf, in dem ihr vorgegaukelt wurde, dass aufgrund eines Zahlendrehers in der Gewinnsumme eine Sicherheitsgebühr erforderlich sei. Als sich der Polizeibeamte in das Gespräch schaltete, beendete der Unbekannte unverzüglich das Telefonat. Eine Telefonnummer wurde angezeigt; die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Quelle: Polizeipresse Mannheim v. 14.09.17

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Gewinn nur nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr

Die Polizei Hachenburg warnt vor Abzocke durch falsche Gewinnversprechen am Telefon. Ein älterer Herr aus der Verbandsgemeinde Bad Marienberg wurde jetzt Opfer dieser Betrugsmasche. Dem Geschädigten wurde hierbei in mehreren Anrufen von unbekannten Tätern mitgeteilt, dass er eine größere Bargeldsumme gewonnen hätte. Allerdings könnte der Gewinn nur nach Zahlung einer Bearbeitungsgebühr erfolgen.

Das Opfer ging in der Folge auf mehrfache Zahlungsaufforderungen der unbekannten Täter ein und wurde hierbei insgesamt um mehrere tausend Euro betrogen.

Die Polizei Hachenburg rät zu äußerster Vorsicht bei Gewinnversprechen:

Quelle: Polizeipresse Montabaur v. 12.09.17

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Gewinnausschüttung in ungeahnter Höhe

Fall 1

Es kam schon fast einem Telefonterror gleich, in welcher Häufigkeit der Mann mit ausländischem Akzent bei einer Dame in Stötteritz anrief und ihr immer wieder glaubhaft machen wollte, dass sie einen Gewinn in schwindelerregender Höhe erwarten würde. Der stamme aus einen Gewinnspiel im letzten Jahr und sie hätte sich bei der Wahl zwischen einem Auto und Bargeld für das Bare entschieden. Der fünfstellige Betrag werde am 28. August 2017 bar ausgezahlt, weshalb ein Mitarbeiter bei ihr Zuhause vorbei kommen würde und weiterhin eine Notargebühr von 900 Euro entrichten müsse. Er meinte, er kenne auch ihre Adresse und las diese wie zur Bestätigung korrekt vor.

Sie erwähnte, das Geld nicht verfügbar zu haben und bat dieses vom Gewinn abzuziehen, doch der Anrufer, ein vermeintlicher „Fabian Klose“, verneinte. Stattdessen ermutigte er die 79-Jährige einen Dispo-Kredit aufzunehmen und mit dem Geld ITunes-Karten zu erwerben. Zur Überprüfung sollte die Dame dann die Wertcodes zur Gültigkeitsprüfung telefonisch übermitteln, natürlich alles vorab.

Da die 79-Jährige doch noch verunsichert war, sprach sie mit ihren Angehörigen, die ihr rieten, die Telefonate zu ignorieren und die Polizei zu informieren; gesagt – getan. Sie informierte die Polizei und erzählte den Polizisten, was geschehen war und dass sie im letzten Jahr öfter an Gewinnspielen teilgenommen hätte und hin und wieder auch Kreuzworträtsellösungen eingesendet habe.

Falll 2

Am Telefon erklärte ein mit ausländischem Akzent sprechender Unbekannter dem Herrn (77) aus Großpösna, dass ihn nun endlich die Gewinnausschüttung vom Spiel von vor einem dreiviertel Jahr erreichen würde. Auch er hätte sich bei seiner Wahl für das Bargeld statt das Auto entschieden. Nun solle er den fünfstelligen Betrag erhalten, er würde ihm sogar bis nach Hause geliefert werden.

Bis hierher ähnelt sich das Geschehen doch sehr dem Fall aus Stötteritz. Nun ändert es sich um eine kleine Nuance. Zwar solle auch er 900 Euro berappen, das aber für den sicheren Transport des Geldes. Nach dieser ersten Kontaktaufnahme meldete sich der Unbekannte erst - wie mit dem 77-Jährigen vereinbart - Montagmorgen gegen 09:30 Uhr wieder. Nun nannte er seinen Namen: „FABIAN KLOSE“ und wies den 77-Jährigen an, bei einem Einkaufsmarkt ITunes-Karten im Wert von 900 Euro zu erwerben. Sobald er sie habe, solle er zurückrufen, dann würde der Geldtransporter losfahren.

Das nun verwunderte den Herrn sehr, so dass er sich entschloss, die Polizei zu rufen und sich nicht noch einmal bei dem Herrn mit der freudigen Überraschung zu melden. Auch er erzählte den Polizisten, dass er vor ca. einem dreiviertel Jahr an einem Glücksspiel im Internet teilgenommen habe und er in der Tat bei der Wahl zwischen Auto und Bargeld letzteres ankreuzte.

Fall 3

Dieses Mal sollte einr 35-jähriger Leipziger Steam-Karten im Wert von 900 Euro organisieren, damit er seinen Gewinn in Höhe eines fünfstelligen Betrages erhalten könne. Immerhin müsse der sichere Transport bezahlt werden. Der 35-Jährige folgte in Aussicht eines satten Gewinns den Weisungen und erwarb die geforderten Gutscheine, dann übermittelte er telefonisch die Codes. Doch statt Lohn folgten weitere Forderungen.

Da sich die Summe des Gewinns um das Dreifache erhöht habe und damit auch die Transportkosten auf knapp 5.000 Euro, sollte er noch einmal losziehen. Misstrauisch geworden erbat nun der 35-Jährige eine schriftliche Bestätigung der Forderung. Sofort legte der Anrufer auf und von ihm ward nie wieder etwas gehört. Zumindest nicht in dem Fall des 35-Jährigen, in einem anderen schon!

Quelle: Alle 3 Fälle Polizeipresse Sachsen v. 29.08.17

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Der Trick mit der Kontoeröffnung/Kontoaktivierung

Kontoaktivierung

Zurzeit erkundigen sich vermehrt Verbraucher bei der Verbraucherzentrale nach der Seriosität eines angeblichen Geldgewinns. Dieser wurde ihnen von einem vermeintlichen Notariat am Telefon in Aussicht gestellt. Einziger Haken: Die Angerufenen sollen vorab eine sogenannte Kontoaktivierungsgebühr auf ein Konto einzahlen. Achtung, wer das Geld überweist, sieht es nie wieder!

Eine Frau erhielt auf ihrem Anrufbeantworter eine Nachricht vom selbsternannten Notariat Siegel & Partner. Sie rief unter der angegebenen Hamburger Telefonnummer zurück und man verkündete ihr einen Gewinn in Höhe von 128.000 Euro, den die Unternehmen Bertelsmann, Axel Springer und Amazon zu vergeben hätten. Zur Übermittlung des Geldes müsse lediglich eine Kontoaktivierung durchgeführt werden, für die vorab eine „Kontoaktivierungsgebühr“ in Höhe von 183,40 Euro auf ein Konto der Hamburger Sparkasse zu überweisen sei. Mit der Aktivierung würde der Gewinn von der Berliner Sparkasse ausgezahlt.

Sicher an diesem Angebot ist nur, dass Sie nach der Überweisung des Geldes nichts mehr von Ihrem „Gewinn“ hören werden und das als „Kontoaktivierungsgebühr“ gezahlte Geld verloren ist.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg v. 26.07.17

Kontoeröffnung:

Am 13.07. wurde eine 38-Jährige aus Hohenlimburg Opfer eines ähnlichen Betrugs. Zunächst sollte diese für die Einrichtung eines Kontos 200 Euro überweisen, erst dann könne man ihr die gewonnenen 48.000 Euro zukommen lassen. Dieser Betrag würde angeblich als Sicherheit benötigt und wenig später zurücküberwiesen. Nachdem die Rückzahlung erfolgt war, glaubte die Geschädigte, das Gewinnversprechen sei seriös und sie zahlte wenig später per Barüberweisung 3000 Euro. Die sind nun weg und die 38-Jährige erstattete eine Anzeige.

Quelle: Polizeipresse Hagen v. 19.07.17

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Betrugsmasche: Notargebühren werden vom Gewinn überwiesen

Ein Aalener erhielt das Gewinnversprechen, in diesem Fall über 20.000 Euro, und erhielt auch die Aufforderung, zunächst 700 Euro Notarkosten zu überweisen. Als er widersprach und das als möglichen Trick enttarnte, wurde ihm die Möglichkeit aufgezeigt, die 700 Euro von seinem Gewinn abzuzweigen. Wenn er damit einverstanden ist, bekäme er das benötigte Geld auf sein Konto überwiesen und müsse es nur weiterleiten.

Mit dieser Variante zeigte sich der Aalener einverstanden und, wie eigentlich gar nicht erwartet, trudelte bei ihm auf dem Konto tatsächlich eine 700-Euro-Überweisung ein. Das Geld, das ihm ja scheinbar tatsächlich gehörte, konnte er ja weiterleiten, glaubte er. Und als dann der versprochene Gewinn nicht eintraf, ging er nicht zur Polizei, denn die 700 Euro fehlten ihm ja nicht wirklich, da er sie ja zuvor nicht besessen hatte.

Die Polizei wurde aber durch jemanden anderen auf den Plan gerufen. Bei einer Polizeidienststelle irgendwo in Deutschland hatte ein Mann Anzeige erstattet, weil er für einen Fernsehkauf bei einer Internetversteigerung 700 Euro bezahlt, das bezahlte Gerät aber nie erhalten hatte. Als Verkäufer nannte der Anzeigeerstatter unseren Aalener und der erhielt nun Besuch von der Polizei. Er fiel aus allen Wolken, denn er hatte nie einen Fernseher zum Kauf angeboten, allerdings, wie sich herausstellte, tatsächlich das Geld des Internetbieters erhalten. Und das war so gekommen:

Der Fernsehkäufer war in der Auktion unterlegen, aber als Bieter für die Betrüger erkennbar. Die nahmen Kontakt mit ihm auf und erzählten ihm, dass der Bieter, der den Zuschlag erhalten hatte, vom Kauf zurückgetreten wäre und er jetzt das Gerät zu seinem Gebot erhalten könne. Dafür müsse er diesen Betrag nur zuvor überweisen. Als Empfängerkonto-Inhaber wurde unser Aalener benannt. Der war nun im Besitz der 700 Euro "aus seinem Gewinn" und schloss den Betrugskreislauf, als er die 700 Euro des Fernsehkäufers weiterleitete.

Betrogen ist nun zunächst der Fernsehkäufer. In der Folge können nun aber sicher die Transaktionen auch zivilrechtlich überprüft werden, wobei auch eine Schadensersatzpflicht des Aalener ins Spiel kommen könnte. Und auch die Polizei prüft, ob die Beteiligten sich strafrechtlich verantworten müssen; diese Ermittlungen laufen noch.

Quelle: Polizeipresse Aalen, news aktuell v. 05.01.17

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Betrugsmasche mit gefälschten Telefonnummern (Call-ID-Spoofing)

Ein ganz normales Telefonklingeln, die Nummer im Display zeigt die Vorwahl einer deutschen Großstadt. Sie nehmen den Hörer ab: "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!" Darauf fallen Sie natürlich nicht rein, jeden Tag liest man ja, wie Betrüger sich so das Geld leichtgläubiger Leute erschleichen. Dem Anrufer teilen Sie das genauso mit und legen auf. Einen Tag später klingelt das Telefon erneut. Wieder die Vorwahl einer deutschen Großstadt, die Nummer ist aber eine andere. "Die Rechtsanwaltkanzlei hier, wir wurden von der Lotterie-Gesellschaft beauftragt, Ihren Gewinn abzuwickeln." Sie hören sich an, was der Rechtsanwalt zu sagen hat. Ein Gewinn von mehreren Hunderttausend Euro! Sie bleiben dennoch skeptisch, obwohl man das Geld ja schon gut gebrauchen könnte. Also rufen Sie die Polizei und bringen den Sachverhalt zur Anzeige. Man sagt Ihnen, dass Sie richtig gehandelt haben, ihr Gefühl bestätigt sich: Mit mir macht man das nicht!

Eine Woche später klingelt das Telefon erneut. Ein Ortsgespräch, am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Kriminalkommissar der Polizei: "Sie hatten doch Anzeige erstattet! - "Wir haben das geprüft" - "Wir möchten Sie ja nicht um Ihr Geld bringen" - "Die Lotteriegesellschaft ist seriös! Sie haben tatsächlich gewonnen! Herzlichen Glückwunsch".

Ein paar Tage später meldet sich der Rechtsanwalt wieder, das Geld ist bereits eingetroffen, es sind jedoch Auslagen entstanden, die Sie zunächst bezahlen müssten. Man hätte versucht das anders zu regeln, aber das klappt leider nicht. "Hätten Sie 25.000 EUR zur Verfügung?" Man versteht, dass das viel Geld ist, aber Sie haben ja noch viel mehr gewonnen... Sie bezahlen! Die 25.000 EUR werden auf ein Konto der Western Union überwiesen. Der versprochene Gewinn kommt jedoch nie an...

Der Mitarbeiter der Lotterie, der Rechtsanwalt, der Kriminalkommissar - alles Täter einer Betrugsbande. Der geschilderte Sachverhalt ist lediglich ein Beispiel. So oder ähnlich haben Betrüger bereits hohe Summen erbeutet. In Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Strafrechtlich spricht man hier von einem Betrug. Bei dieser Betrugsmasche, dem sogenannten Call-ID-Spoofing, sind vorwiegend ältere Menschen Opfer der bundesweit agierenden Banden. Die Täter nutzen das Internet, um ihren wahren Aufenthaltsort zu verschleiern. Durch die Internettelefonie wird die eigentliche Rufnummer unterdrückt und durch eine "Voice-over-IP-Nummer" (VoIP) ersetzt. Diese VoIP trägt dann die Vorwahl der aktuell gebrauchten Stadt.

Die Täter sind redegewandt, haben auf jede Frage eine passende Antwort und verwickeln Sie gekonnt in ein Gespräch. Sie bleiben hartnäckig und nehmen jede Rolle ein, die notwendig ist, damit das Opfer ihnen glaubt. Sie schrecken auch nicht davor zurück, über Tage und Wochen anzurufen und setzen ihre Opfer zunehmend unter Druck.

Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, news aktuell v. 11.11.14

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Gewonnen, nur Ausweiskopie einsenden

Ein Rechtsanwalt oder eine ausländische Bank verspricht einen hohen Gewinn. Diesmal wird keine Vorausgebühr, sondern "nur" eine Ausweiskopie verlangt, z.B. zur Prüfung, ob man der rechtmäßige Gewinner ist.

Schicken Sie keine Ausweiskopie an Unbekannte

Was Betrüger mit Ihrer Ausweiskopie anrichten können, lesen sie bei Risiko: Kopie vom Personalausweis

Verwandte oder Freunde haben das Los gekauft

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren hat eine Gewinnmitteilung über 1,9 Millionen Euro erhalten. Erstens schreiben die Betrüger, ein Bekannter habe das Gewinnlos für sie gekauft, der Name könne nicht genannt werden, aufgrund einer "rechtlichen Vereinbarung".
Zweitens sollte sie zunächst auch gar keine Bankverbindung angeben, sondern könnte einen Barscheck über die Summe einfordern - allerdings müsste ich auch zu diesem Zweck eine Kopie meines Personalausweises übersenden. Mit anderen Worten: die Betrüger haben ihre Anschreiben angepasst, und es könnte ja durchaus sein, dass auch andere Personen mit der Masche "jemand anderes, z. B. Verwandte/Freunde haben das Los gekauft" geködert werden sollen.