gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Auto, Geld gewonnen - Gewinn mit Vorkasse

Zahlen Sie keine Gebühren, um an den vermeintlichen Gewinn zu kommen.

BKA und Bundesnotarkammer warnen

Wer gewinnt, muss nichts bezahlen

Geldgutschrift: Die Masche mit dem angeblichen Gewinn

Den Opfern wird vorgegaukelt sie hätten einen hohen Geldbetrag im Ausland gewonnen. Zur Auszahlung ist nur noch im voraus die Überweisung von Steuern, Bearbeitungsgebühren usw. nötig. Haben die Opfer dieses Geld nicht, werden die Beträge auf das Konto des Opfers überwiesen. Diese sollen es dann auf das gewünschte Konto im Ausland weitertleiten. Um den fetten Gewinn zu erhalten, überweist das Opfer den Betrag. Die Gutschriften stammen aus abgephishten Konten/Kreditkartenbetrug. Das Opfer erhält keinen Gewinn, sondern ein Verfahren wegen Geldwäsche.

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Bundesweit wird Bürgerinnen und Bürgern per Telefon, Fax, Post oder E-Mail mitgeteilt, dass Sie Empfänger eines hohen Gewinns seien. Die Polizei in Deutschland verzeichnet seit 2010 über 37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind. Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen Dunkelfeld aus.

Die Betrüger gehen immer gerissener vor, sie wirken seriös, kennen oft auch Details, wie z.B.ein bestehendes Gewinnspiel-Abo, und erschleichen sich so das Vertrauen ihrer Opfer. Bestätigungsanrufe durch angebliche Anwaltskanzleien, Notare oder Polizeidienststellen sollen die Opfer in Sicherheit wiegen.

In aller Regel erhalten oftmals ältere Menschen per Telefon die Mitteilung, sie haben ein teures Auto oder einen größeren Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro gemacht. Der Anrufer gibt sich als zuständige Stelle für die Gewinnauszahlung aus, z.B. als Anwalt, Notar oder Geldtransportunternehmen. Die Opfer werden aufgefordert, sogenannte "UKash-Codes" oder Paysafe-Karten oder Amazon-Geschenkgutscheine käuflich zu erwerben und die Codes dem Anrufer mitzuteilen. Die Codes werden von den Betrügern genutzt, um im Internet zum Beispiel an gebührenpflichtigen Spielen teilzunehmen. Bei UKash und Paysafe selbst handelt es sich um seriöse Unternehmen. Leider wird das schnelle und anonyme Bezahlverfahren gerne von Betrügern genutzt.
Geben Sie nie Karten-Codes an Dritte weiter! Mit der Bekanntgabe von Codes ist Ihr Geld in den Händen von Fremden. Bargeld würden Sie ja auch nicht einfach an Unbekannte geben!

Western Union entschädigt Betrugsopfer:

Die Polizei Mittelhessen weist auf eine Presseinformation des Hessischen Landeskriminalamtes vom 15. Januar hin, in der es darum geht, dass Western Union Kunden entschädigt, die als Opfer von Betrugsdelikten Zahlungen via Western Union geleistet haben. Nach Ermittlungen der US Federal Trade Commission, dem Department of Justice und des US Postal Service stimmte Western Union zu, Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 586 Millionen Dollar zu leisten. Dies gilt für Delikte, welche im Zeitraum von 01.01.2004 - 19.01.2017 begangen wurden. Die Ansprüche können bis 12.02.2018 geltend gemacht werden.

Weitere Informationen und alle notwendigen Formulare finden Sie unter www.westernunionremission.com
Die Pressemitteilung der US-Behörden finden Sie unter https://www.justice.gov/opa/pr/western-union-admits-anti-money-laundering-and-costumer-fraud-violations-forfeits-586-million

Die Pressemeldung des Hessischen Landeskriminalamtes finden Sie hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/3840117

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In einigen Fällen geben sich die Kriminellen sogar rhetorisch geschickt als Polizei- oder Zollbeamte aus und bitten die Opfer den Zahlungsforderungen nachzukommen, damit die Kriminellen beim Empfang des Geldes festgenommen werden könnten.

Ist man sich in der Bewertung eines solchen Anrufes oder Schreibens unsicher, kann man sich jederzeit Rat bei der Polizei holen. Und überhaupt könnten die anfallen Gebühren ja vom "Gewinn" abgezogen werden.

Alle Alarmglocken sollten schrillen, wenn anonyme Zahlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Übergabe von Codenummern aus U-cash, Amazongutscheinen oder ähnlichen Unternehmen genutzt werden sollen oder wenn die Transaktion durch entsprechende Firmen wie zum Beispiel Western Union ins Ausland erfolgen soll.

Gefälschte Rufnummern

Seien Sie sich bewusst, dass Rufnummernanzeigen gefälscht werden können!

Tatsächlich sind die Rufnummern z.B. von angeblichen Rechtsanwälten, über einen Trick nur vorgeschaltet und werden bei Anruf automatisch zu den gewerbs- und bandenmäßig agierenden Tätern durchgestellt. Falls der Angerufene zunächst noch misstrauisch sein sollte und die angegebene Telefonnummer zurückruft, so meldet sich tatsächlich der vermeintliche Notar oder Rechtsanwalt. Bestehende Zweifel werden so zerstreut.

Unbekannt ist vielen aber, dass es technisch kein Problem ist, eine Telefonverbindung mit allen deutschenkn Vorwahlziffern so einzurichten, dass der Anruf zu einem Callcenter in der Türkei führt (Call ID Spoofing). Notieren Sie sich die Rufnummer des Anrufers! Teilen Sie diese Rufnummer auf jeden Fall auch der Bundesnetzagentur mit. Die Bundesnetzagentur wird diese Rufnummern sperren.

Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von einem so genannten Vorschussbetrug. Die Täter sind nur äußerst schwierig zu ermitteln, da sie in den allermeisten Fällen aus dem Ausland operieren, über entsprechende Insiderkenntnisse verfügen und sich sehr stark abschotten.

Die Kriminalpolizei und die Bundesnotarkammer empfehlen daher:

Das BKA rät: Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen "Geschäftes" Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, erstatten Sie Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Schaubild Gewinnversprechen arbeitsteiliges Vorgehen der Betrüger Wie die betrügerischen Banden arbeitsteilig vorgehen ist gut aus dem Schaubild der Polizei Oldenburg zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität) und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg führen seit mehreren Jahren umfangreiche Ermittlungen aufgrund betrügerischer Gewinnversprechen gegen eine Vielzahl von Beschuldigten. Diese gehören verschiedenen Tätergruppierungen aus Deutschland und der Türkei an. Im Rahmen der Ermittlungen konnten mehrere Tätergruppierungen identifiziert und deren arbeitsteiliges Vorgehen nachvollzogen werden. Sie verursachten vermutlich einen Schaden von mindestens 13,5 Millionen Euro bei insgesamt 3.500 Geschädigten.

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen, da die Geschädigten sich häufig für ihre vermeintliche Leichtgläubigkeit schämen und daher nicht offenbaren, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Selbst die nahen Angehörigen werden oft nicht informiert. Hinweise zur Höhe der Dunkelziffer bietet die Verbindungsdatenanalyse. Hier wurden zu einer täterseitig genutzten Rufnummer innerhalb von 5 Wochen 31.000 Opfergespräche verzeichnet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den türkischen Ermittlungsbehörden konnten mehrere Callcenter in der Türkei, aus denen die betrügerischen Telefonate erfolgten, identifiziert und die Verantwortlichen ermittelt werden. In einer konzentrierten Aktion der türkischen Ermittlungsbehörden wurden 88 Personen, darunter auch der nach derzeitigem Ermittlungsstand Hauptverantwortliche S. Tanlak, vorläufig festgenommen werden. Gegen 11 dieser Bandenmitglieder der Gruppierung Tanlak wurden Haftbefehle erlassen. Zudem wurden diverse Vermögensgegenstände sichergestellt (Quelle: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg v. 18.03.15).


Eine Leserin der Pfiffigen Senioren, deren Mutter betrogen wurde, bringt diese Betrugsmasche auf den Punkt: Erschreckend, wie geschickt mit dem Respektverhalten einer Generation gegenüber Notaren, Anwälten und Menschen mit Dr.-Titel umgegangen wird.

Hier werden ganz gezielt Senioren kontaktiert, um ihnen entweder hohe Bargeldsummen bzw. hochwertige Pkw als Gewinn in Aussicht zu stellen, nur um dann im Anschluss unter einem Vorwand (z.B. Überführungskosten, Gebühr für Gewinnverwalter, Vollkasko, Transaktionskosten, Transportversicherung, Zollgebühren, Freischaltungsgebühr, Auslagen, Steuern, Gewinnsteuern, Verwaltungsgebühr, Geldwäschebescheinigung, Bearbeitungsgebühr, Anwaltsgebühr, Kosten für den Werttransport, Vollmachtsgebühr ), Bargeld zu fordern. Durch die spezielle Art und Weise des Geldtransfers ist ein etwaiges Rückbuchen nicht mehr möglich. Das Bargeld wird hier dem Dienstleister vor Ort in bar übergeben und ist für den Geschädigten im Nachhinein nicht mehr greifbar

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Mieser Trick mit Schufa-Holding

Eine gutgläubige Frau aus Marburg-Biedenkopf ging gemeinen Betrügern auf den Leim und verlor ihre Ersparnisse. Die Frau aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf bezahlte einen angeblichen Gewinn sehr teuer mit einer hohen fünfstelligen Summe ihrer Ersparnisse.

Der Fall ist besonders gemein, weil die Täter hier den Umstand ausnutzten, dass ihr Opfer kurz zuvor ihren Mann verloren hat. Erstmals im Juli rief ein angeblicher Dominik West von der "Schufa-Holding" an. Der Ehemann habe bei einem internationalen Gewinnspiel 94.000 Euro gewonnen, die man ihm nun gerne zukommen lassen würde.

Als die Frau den Anrufer darüber informierte, dass der Ehemann kürzlich verstorben sei, endete das Gespräch letztlich damit, dass es kein Problem sei diesen Gewinn umzuschreiben. Nach dieser "Vorarbeit" kam der Täter dann zur Sache. Er verwies auf das zum Umschreiben notwendige Einschalten eines Notars und die bei der Gewinnsumme damit einhergehenden Kosten in Höhe von 3050 Euro, die leider im Voraus fällig wären.

Leider ging die Frau dem rhetorisch geschulten, einfühlsamen und extrem glaubwürdigen Betrüger auf den Leim und überwies diesen Betrag per Western Union ins Ausland. In der Folgezeit traten dann immer wieder andere - natürlich kostenpflichtige - Probleme auf. Der Anrufer schaffte es, sein Opfer immer wieder zu überzeugen und zur Geldüberweisung zu bringen. Letztendlich floss eine insgesamt höhere fünfstellige Summe jeweils per Western Union Überweisung auf verschiedene Konten in Kirgisien und die Russische Föderation.

Quelle: Polizeipresse Mittelhessen v. 19.01.18

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Fette Vorauszahlung aber kein Gewinn

Ein unbekannter Täter kontaktierte in den vergangenen Tagen mehrfach eine über 70-jährige Frau aus Rommerskirchen per Telefon. Der Anrufer teilte der Seniorin mit, dass sie eine größere Summe Geld gewonnen habe. Um den Gewinn zu erhalten, müsse sie eine Vorauszahlung beziehungsweise Gebühr in Höhe von mehreren tausend Euro leisten. Tatsächlich überwies die ältere Dame gleich dreimal den geforderten Betrag an eine Adresse in der Türkei. Als es dann zu einer weiteren Kontaktaufnahme kam, wurde der Sachbearbeiter ihrer Hausbank, den sie am Montag (15.01.) zwecks weiterer Geldabhebungen aufsuchte, misstrauisch. Er empfahl ihr, die Polizei einzuschalten.

Dort musste die Frau schließlich erfahren, dass sie ganz offensichtlich einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen war. Den vermeintlichen Gewinn gab es nicht.

Da die Betrugsmasche bereits mehrfach auffiel aber glücklicher Weise meist scheiterte, warnt die Polizei: Überweisen Sie kein Geld an unbekannte Personen. Lassen Sie sich nicht nach telefonischer Absprache auf Geldübergaben an Boten ein. Seien Sie kritisch bei Gewinnversprechen am Telefon oder mittels Postwurfsendung. Seriöse Unternehmen verlangen keine Gebühren auf mögliche Gewinne. Verständigen Sie im konkreten Verdachtsfall die Polizei.

Quelle: Polizeipresse Rhein-Kreis Neuss v. 16.01.18

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27-jähriger auf Gewinntrick hereingefallen

Sie haben gewonnen!", mit diesem Worten erhielt ein 27 Jahre alter Mann aus Bergen vor wenigen Tagen eine telefonische Gewinnbenachrichtigung über einen sehr hohen Bargeldbetrag. 69.000 Euro sollten zur Auszahlung kommen und direkt zu ihm nach Hause gebracht werden. Der einzige Wermutstropfen war, dass 900 Euro für Zustell- und Notarkosten anfielen. Zur Begleichung der Kosten sollte der Mann Steam-Karten erwerben und das darauf befindliche Guthaben, durch Übermittlung der Codenummern, der Anruferin zugänglich machen.

Der 27-Jährige hegte zunächst auch keinen Argwohn, da er in der Vergangenheit tatsächlich an Gewinnspielen teilgenommen hatte und ein Gewinn somit nicht abwegig erschien. Er kaufte die Steam-Karten, die im Internet als unbare Zahlungsgutscheine verwendet werden, und übermittelte die Codes. Im Ergebnis wurde der 27-Jährige um sein eingesetztes Geld betrogen und den versprochenen Gewinn gab es auch nicht.

Quelle: Polizeipresse Celle v. 10.01.18

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Neubrandenburgerin um mehrere Tausend Euro betrogen

Über mehrere Tage hinweg ist es Betrügern am Telefon gelungen, von einer 57-jährigen Neubrandenburgerin mehrere Tausend Euro zu erlangen.

Die Betrüger nutzten dazu die sogenannte Gewinnspielmasche. Bereits am 12.12.17 erhielt die Anzeigende einen Anruf in welchem ihr mitgeteilt wurde, dass sie 100.000 EUR gewonnen habe. Dazu müsse sie Notarkosten begleichen. Die 57-Jährige nahm eine Überweisung von knapp 200 EUR vor.

Nachdem sie den Betrügern mitgeteilt hatte, dass sie das Geld überwiesen habe, stellten diese nun die Forderung über 1.000 EUR, welche angeblich für das Finanzamt bestimmt seien. Dieses Geld transferierte die Geschädigte per Western Union. Nach weiteren Telefonaten mit unterschiedlichen Betrügern überwies die Frau weitere 2.300 EUR da ansonsten der Gewinn nicht ausgezahlt werden könne. Doch auch das reichte den Betrügern nicht. Es gab erneut "Schwierigkeiten mit der Gewinnüberweisung" und die Anzeigende wurde aufgefordert nun 2.800 EUR zu überweisen. Doch dieses Geld hatte sie nicht.

Daher wichen die Betrüger von der bisherigen Masche ab und boten der Frau an, das Geld auf ihr Konto zu überweisen, sodass sie es auf das gewünschte Konto transferieren könne. Die 57-Jährige willigte ein und tatsächlich wurden 2.800 EUR auf ihr Konto eingezahlt, welche sie abhob und per Western Union dem Empfänger überwies.

Die Betrüger verlangten jedoch noch eine weitere Überweisung, da es nun Probleme mit dem Finanzamt gäbe. Auf den erneuten Widerspruch der Frau, dass sie kein Geld mehr habe, folgte die freudige Botschaft, dass man ihr erneut helfen wolle. Auf das Konto der Geschädigten gingen 3.600 EUR ein, welche sie abhob und überweisen wollte.

Doch dazu kam es nicht, denn sie berichtete einem Nachbarn von dem angeblichen Gewinn, welcher sofort den Verdacht des Betruges hegte. Daher erstattete die Frau Anzeige. Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen übernommen. Es besteht der Verdacht des Betruges und der Geldwäsche. Die Geschädigte verlor in der Hoffnung auf einen Gewinn 3.500 EUR. Und auch das Geld, welches sie überwiesen bekam wird sie nicht behalten dürfen, denn es unterliegt als Tatertrag der Einziehung.

Quelle: Polizeipresse Neubrandenburg v. 22.12.17

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Der Trick mit der Kontoeröffnung/Kontoaktivierung

Fall 1: Nur ein Konto für die Gewinnüberweisung eröffnen:

Im November 2017 erhielt ein Iserlohner einen Anruf einer Anwaltskanzlei aus Berlin. Der Anrufer teilte mit, dass er an einem im Juli veranstalteten Gewinnspiel des Springerverlages einen sechsstelligen Eurobetrag gewonnen habe. Der Glückspilz müsse nun nur noch ein Konto einer bestimmten Bank in Berlin eröffnen. Der Anrufer nannte auch gleich noch den richtigen Ansprechpartner.

Nachdem besagter Ansprechpartner dem 63-Jährigen zu seinem Gewinn gratuliert hatte, forderte er ihn zur Überweisung einer Kontoführungsgebühr an die Anwaltskanzlei auf. Im Nachgang meldete sich der Bankmitarbeiter in kurzen Abständen und forderte weitere Gebühren, um den Gesamtgewinn zeitnah überweisen zu können.

Der Iserlohner überwies mehrere tausend Euro bis ihm auffiel, dass er auf Betrüger hereingefallen war. Appell der Polizei: Lassen Sie sich nicht täuschen! Glauben Sie nicht an hohe Gewinne, wenn Sie im Vorfeld Gebühren überweisen sollen! Bleiben Sie misstrauisch! Informieren Sie in Zweifelsfällen Ihre ortsansässige Polizei wenn Sie auch nur die geringsten Zweifel haben.

Quelle: Polizeipresse Märkischer Kreis v. 03.01.18

Fall 2 Kontoeröffnung:

Am 13.07. wurde eine 38-Jährige aus Hohenlimburg Opfer eines ähnlichen Betrugs. Zunächst sollte diese für die Einrichtung eines Kontos 200 Euro überweisen, erst dann könne man ihr die gewonnenen 48.000 Euro zukommen lassen. Dieser Betrag würde angeblich als Sicherheit benötigt und wenig später zurücküberwiesen. Nachdem die Rückzahlung erfolgt war, glaubte die Geschädigte, das Gewinnversprechen sei seriös und sie zahlte wenig später per Barüberweisung 3.000 Euro. Die sind nun weg und die 38-Jährige erstattete eine Anzeige.

Quelle: Polizeipresse Hagen v. 19.07.17

Kontoaktivierung

Zurzeit erkundigen sich vermehrt Verbraucher bei der Verbraucherzentrale nach der Seriosität eines angeblichen Geldgewinns. Dieser wurde ihnen von einem vermeintlichen Notariat am Telefon in Aussicht gestellt. Einziger Haken: Die Angerufenen sollen vorab eine sogenannte Kontoaktivierungsgebühr auf ein Konto einzahlen. Achtung, wer das Geld überweist, sieht es nie wieder!

Eine Frau erhielt auf ihrem Anrufbeantworter eine Nachricht vom selbsternannten Notariat Siegel & Partner. Sie rief unter der angegebenen Hamburger Telefonnummer zurück und man verkündete ihr einen Gewinn in Höhe von 128.000 Euro, den die Unternehmen Bertelsmann, Axel Springer und Amazon zu vergeben hätten. Zur Übermittlung des Geldes müsse lediglich eine Kontoaktivierung durchgeführt werden, für die vorab eine „Kontoaktivierungsgebühr“ in Höhe von 183,40 Euro auf ein Konto der Hamburger Sparkasse zu überweisen sei. Mit der Aktivierung würde der Gewinn von der Berliner Sparkasse ausgezahlt.

Sicher an diesem Angebot ist nur, dass Sie nach der Überweisung des Geldes nichts mehr von Ihrem „Gewinn“ hören werden und das als „Kontoaktivierungsgebühr“ gezahlte Geld verloren ist.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg v. 26.07.17

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Betrugsmasche: Notargebühren werden vom Gewinn überwiesen

Ein Aalener erhielt das Gewinnversprechen, in diesem Fall über 20.000 Euro, und erhielt auch die Aufforderung, zunächst 700 Euro Notarkosten zu überweisen. Als er widersprach und das als möglichen Trick enttarnte, wurde ihm die Möglichkeit aufgezeigt, die 700 Euro von seinem Gewinn abzuzweigen. Wenn er damit einverstanden ist, bekäme er das benötigte Geld auf sein Konto überwiesen und müsse es nur weiterleiten.

Mit dieser Variante zeigte sich der Aalener einverstanden und, wie eigentlich gar nicht erwartet, trudelte bei ihm auf dem Konto tatsächlich eine 700-Euro-Überweisung ein. Das Geld, das ihm ja scheinbar tatsächlich gehörte, konnte er ja weiterleiten, glaubte er. Und als dann der versprochene Gewinn nicht eintraf, ging er nicht zur Polizei, denn die 700 Euro fehlten ihm ja nicht wirklich, da er sie ja zuvor nicht besessen hatte.

Die Polizei wurde aber durch jemanden anderen auf den Plan gerufen. Bei einer Polizeidienststelle irgendwo in Deutschland hatte ein Mann Anzeige erstattet, weil er für einen Fernsehkauf bei einer Internetversteigerung 700 Euro bezahlt, das bezahlte Gerät aber nie erhalten hatte. Als Verkäufer nannte der Anzeigeerstatter unseren Aalener und der erhielt nun Besuch von der Polizei. Er fiel aus allen Wolken, denn er hatte nie einen Fernseher zum Kauf angeboten, allerdings, wie sich herausstellte, tatsächlich das Geld des Internetbieters erhalten. Und das war so gekommen:

Der Fernsehkäufer war in der Auktion unterlegen, aber als Bieter für die Betrüger erkennbar. Die nahmen Kontakt mit ihm auf und erzählten ihm, dass der Bieter, der den Zuschlag erhalten hatte, vom Kauf zurückgetreten wäre und er jetzt das Gerät zu seinem Gebot erhalten könne. Dafür müsse er diesen Betrag nur zuvor überweisen. Als Empfängerkonto-Inhaber wurde unser Aalener benannt. Der war nun im Besitz der 700 Euro "aus seinem Gewinn" und schloss den Betrugskreislauf, als er die 700 Euro des Fernsehkäufers weiterleitete.

Betrogen ist nun zunächst der Fernsehkäufer. In der Folge können nun aber sicher die Transaktionen auch zivilrechtlich überprüft werden, wobei auch eine Schadensersatzpflicht des Aalener ins Spiel kommen könnte. Und auch die Polizei prüft, ob die Beteiligten sich strafrechtlich verantworten müssen; diese Ermittlungen laufen noch.

Quelle: Polizeipresse Aalen, news aktuell v. 05.01.17

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Betrugsmasche mit gefälschten Telefonnummern (Call-ID-Spoofing)

Ein ganz normales Telefonklingeln, die Nummer im Display zeigt die Vorwahl einer deutschen Großstadt. Sie nehmen den Hörer ab: "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!" Darauf fallen Sie natürlich nicht rein, jeden Tag liest man ja, wie Betrüger sich so das Geld leichtgläubiger Leute erschleichen. Dem Anrufer teilen Sie das genauso mit und legen auf. Einen Tag später klingelt das Telefon erneut. Wieder die Vorwahl einer deutschen Großstadt, die Nummer ist aber eine andere. "Die Rechtsanwaltkanzlei hier, wir wurden von der Lotterie-Gesellschaft beauftragt, Ihren Gewinn abzuwickeln." Sie hören sich an, was der Rechtsanwalt zu sagen hat. Ein Gewinn von mehreren Hunderttausend Euro! Sie bleiben dennoch skeptisch, obwohl man das Geld ja schon gut gebrauchen könnte. Also rufen Sie die Polizei und bringen den Sachverhalt zur Anzeige. Man sagt Ihnen, dass Sie richtig gehandelt haben, ihr Gefühl bestätigt sich: Mit mir macht man das nicht!

Eine Woche später klingelt das Telefon erneut. Ein Ortsgespräch, am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Kriminalkommissar der Polizei: "Sie hatten doch Anzeige erstattet! - "Wir haben das geprüft" - "Wir möchten Sie ja nicht um Ihr Geld bringen" - "Die Lotteriegesellschaft ist seriös! Sie haben tatsächlich gewonnen! Herzlichen Glückwunsch".

Ein paar Tage später meldet sich der Rechtsanwalt wieder, das Geld ist bereits eingetroffen, es sind jedoch Auslagen entstanden, die Sie zunächst bezahlen müssten. Man hätte versucht das anders zu regeln, aber das klappt leider nicht. "Hätten Sie 25.000 EUR zur Verfügung?" Man versteht, dass das viel Geld ist, aber Sie haben ja noch viel mehr gewonnen... Sie bezahlen! Die 25.000 EUR werden auf ein Konto der Western Union überwiesen. Der versprochene Gewinn kommt jedoch nie an...

Der Mitarbeiter der Lotterie, der Rechtsanwalt, der Kriminalkommissar - alles Täter einer Betrugsbande. Der geschilderte Sachverhalt ist lediglich ein Beispiel. So oder ähnlich haben Betrüger bereits hohe Summen erbeutet. In Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Strafrechtlich spricht man hier von einem Betrug. Bei dieser Betrugsmasche, dem sogenannten Call-ID-Spoofing, sind vorwiegend ältere Menschen Opfer der bundesweit agierenden Banden. Die Täter nutzen das Internet, um ihren wahren Aufenthaltsort zu verschleiern. Durch die Internettelefonie wird die eigentliche Rufnummer unterdrückt und durch eine "Voice-over-IP-Nummer" (VoIP) ersetzt. Diese VoIP trägt dann die Vorwahl der aktuell gebrauchten Stadt.

Die Täter sind redegewandt, haben auf jede Frage eine passende Antwort und verwickeln Sie gekonnt in ein Gespräch. Sie bleiben hartnäckig und nehmen jede Rolle ein, die notwendig ist, damit das Opfer ihnen glaubt. Sie schrecken auch nicht davor zurück, über Tage und Wochen anzurufen und setzen ihre Opfer zunehmend unter Druck.

Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, news aktuell v. 11.11.14

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Gewonnen, nur Ausweiskopie einsenden

Ein Rechtsanwalt oder eine ausländische Bank verspricht einen hohen Gewinn. Diesmal wird keine Vorausgebühr, sondern "nur" eine Ausweiskopie verlangt, z.B. zur Prüfung, ob man der rechtmäßige Gewinner ist.

Schicken Sie keine Ausweiskopie an Unbekannte

Was Betrüger mit Ihrer Ausweiskopie anrichten können, lesen sie bei Risiko: Kopie vom Personalausweis

Verwandte oder Freunde haben das Los gekauft

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren hat eine Gewinnmitteilung über 1,9 Millionen Euro erhalten. Erstens schreiben die Betrüger, ein Bekannter habe das Gewinnlos für sie gekauft, der Name könne nicht genannt werden, aufgrund einer "rechtlichen Vereinbarung".
Zweitens sollte sie zunächst auch gar keine Bankverbindung angeben, sondern könnte einen Barscheck über die Summe einfordern - allerdings müsste ich auch zu diesem Zweck eine Kopie meines Personalausweises übersenden. Mit anderen Worten: die Betrüger haben ihre Anschreiben angepasst, und es könnte ja durchaus sein, dass auch andere Personen mit der Masche "jemand anderes, z. B. Verwandte/Freunde haben das Los gekauft" geködert werden sollen.