gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Falsche Handwerker Teerkolonnen

Gerade in der so oft zitierten "Dienstleistungswüste Deutschland" muss es den ein oder anderen schon wundern, wenn sich plötzlich wie aus dem Nichts ein netter Handwerker persönlich vor der eigenen Türe vorstellt und zudem anbietet, notwendige Reparaturen schnell und sogar noch günstig durchzuführen.

Auch irische und britische Teerkolonnen reisen durchs Land und zocken ab.

Bei derartigen, wenn auch verlockenden Angeboten Vorsicht walten lassen!  So entpuppt sich die Angelegenheit nicht selten als ein handfester Betrug oder Wucher.  Bevor man irgendwelche Mängel feststellt, sind die Arbeiter längst über alle Berge. Etwaige berechtigte Garantieforderungen laufen dadurch ins Leere.

Die Polizei warnt vor im wahrsten Sinne des Wortes dunklen Machenschaften.

Die "Teer-Männer" treten meist zwischen April und Juli im gesamten Bundesgebiet in Erscheinung. Dabei werden meist ältere Menschen mit einer "Überrumpelungstaktik" dazu gebracht, die offerierten Arbeiten durchführen zu lassen, die später mit überhöhten Rechnungen vor Ort in Bar beglichen werden sollten.

Grundstücksbesitzer werden gezielt angesprochen: Man würde in der Nachbarschaft arbeiten und hätte von einer Baustelle noch Teer übrig. Damit könne man günstig den Hof oder die Zufahrt teeren. Schwarz natürlich. Und billig. Auffallend ist, dass sie offensichtlich dort auftreten, wo aktuell öffentliche Baustellen sind.

Abgesehen davon, dass der geforderte Betrag an sich bereits Wucher ist, steht er in keinem Verhältnis zu der minderqualitativen Arbeit.

Nach polizeilichen Erkenntnissen wird bei solchen Haustürgeschäften oft unsachgemäße Arbeit ausgeführt. Die Bitumendecke ist zu dünn und an den Rändern nur unfachmännisch verarbeitet. Der fachgerechte frostsichere Unterbau der Bitumendecke wird in der Regel eingespart.

Entweder werden weit überhöhte Forderungen erhoben oder es wurden Arbeiten völlig unsachgemäß ausgeführt. Diese minderwertigen Arbeiten ohne Unterbau und mit Asphaltschichten in Stärke von 1-2 cm sind keinesfalls den gezahlten Preis wert. Oftmals müssen diese Flächen wieder aufgenommen und teuer entsorgt werden

Unabhängig von dem oft bedrohlichen, gewalttätigen und betrügerischen Auftreten der beschriebenen "Teerkocher", weist die Polizei außerdem daraufhin, dass es sich bei der Ausführung von Asphaltierarbeiten durch solche britischen Teerkolonnen in der Regel immer um Schwarzarbeit handelt. Diese "Unternehmen" hinterziehen Steuern, führen keine Sozialversicherungsbeiträge ab und verletzen handwerks- und gewerberechtliche Vorschriften ! Die von den Teerkolonnen ausgeführten Arbeiten sind ordnungswidrig und könnten mit einer Geldbuße bis zu 50.000,- Euro bestraft werden. Wer solchen Teerkolonnen einen Auftrag erteilt, beauftragt in der Regel Schwarzarbeit und macht sich dadurch selber strafbar ! Außerdem haben Auftraggeber solcher Arbeiten keinerlei Garantieansprüche, selbst wenn die Arbeiten mit minderwertigem Material ausgeführt wurden und erhebliche Mängel aufweisen. (Quelle: news aktuelle gmbh v. 16.06.10).

Es wird von solchen Haustürgeschäften abgeraten und gebeten die Polizei zu benachrichtigen. Hierbei sollten Angaben zu den Personen und deren Fahrzeuge mitgeteilt werden.

Polizeitipps wie man sich schützen kann