gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Unseriöse Teppichreiniger

Mit verlockenden Zeitungsanzeigen, enormen Rabatten und Flyern werben Teppichreiniger für ihre Dienste. Doch beachten Sie vor Auftragsvergabe die Tipps der Polizei.
Zeitungsannonce Zeitungsanzeige

Tipps der Polizei

Teure Teppichreinigung um Wucherpreis

Zwei wertvolle Teppiche günstig zu reinigen versprach ein 22-Jähriger einer 87-jährigen Frau aus Bartholomä, die durch ein Zeitungsinserat auf ihn aufmerksam wurde. Der Mann hatte die Dame, nachdem sie telefonisch um einen Beratungstermin gebeten hatte, zu Hause aufgesucht und ihr zunächst die Reinigung für rund 3.300 Euro angeboten. Nachdem die Seniorin dies ablehnte, kam er ihr mit einem "Angebot" unter der Hälfte des Ursprungsangebotes "entgegen". Diesem stimmte die 87-Jährige zu und der Teppichreiniger nahm die beiden Teppiche mit.

Nachdem der alten Dame nun Bedenken kamen, ob sie ihre teuren Teppiche überhaupt wieder zurückbekommt, schaltete sie die Polizei ein. Diese nahm am Dienstag in der Wohnung der 87-Jährigen nicht nur die Teppiche, sondern auch gleich den 22-Jährigen in Empfang.

Wie sich ermitteln ließ, lagen die vereinbarten Kosten um rund 240 Prozent über denen eines seriösen Anbieters. Die Polizei in Heubach hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Wuchers und des versuchten Betruges aufgenommen.

Generell gilt: - Seien Sie bei "günstigen" Angeboten und angeblich hohen Rabatten vorsichtig - Vor der Vergabe eines Auftrages sollten Sie sich Zeit lassen und sich ein zweites Angebot einholen - Leisten Sie generell keine Vorauszahlungen - Wenn möglich, machen Sie zur Sicherheit ein Foto von Ihrem teuren Teppich.

Quelle: Polizeipresse Aalen, news aktuell v. 08.03.17

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Teppichreinigung soll mehrere tausend Euro kosten

Das Angebot klingt vielversprechend. Es ist von Rabatten die Rede und von Fachkompetenz. Darüber hinaus gibt es einen kostenlosen Abhol- und Bringservice. Die Rede ist von einer Masche, die derzeit im Bereich des Landkreises Böblingen auftritt.

Meist durch Senioren beauftragt, nehmen die Betrüger Teppiche zur Reinigung entgegen, führen diese Arbeit dann mehr schlecht als recht oder teilweise auch gar nicht durch, und verlangen bei der Rückgabe mehrere tausend Euro für diese Dienstleistung. Umgerechnet entfallen bei solchen Preisen gerne bis zu 500 Euro auf den Quadratmeter Teppich. Marktüblich sind Summen die sich auf unter 30 Euro belaufen.

Eine Seniorin aus Weil der Stadt schloss Mitte November solch einen Vertrag ab. Anschließend wandte sie sich an die Polizei, die zum vereinbarten Rückgabetermin am gestrigen Montag auf die Tatverdächtigen wartete. Gegen 16.00 Uhr tauchten zwei Männer in einem grünen Ford mit GAP-Kennzeichen (Garmisch-Partenkirchen) auf. An der Haustür versuchte die 73-jährige Frau schließlich den geforderten Preis von 9.000 Euro herunter zu handeln. Hierauf reagierten der 29-Jährige und sein 16 Jahre alter Begleiter mit der Drohung, die Teppiche wieder mitzunehmen.

Nun schalteten sich die Polizeibeamten ein und nahmen die beiden mutmaßlichen Betrüger vorläufig fest. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurden die Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

Die Polizei rät, nicht auf vermeintliche Top-Angebote, die per Inserat oder Flyer ins Haus flattern, zu setzen. Holen Sie stattdessen ein Angebot beim Fachhandel ein. Sollten Sie bereits Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein, so wenden Sie sich an ihre örtliche Polizeidienststelle.

Quelle: Polizeipresse Ludwigsburg, news aktuell v. 30.11.16

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Verbraucherzentrale warnt vor übereilten Vertragsschlüssen

Infast allen größeren Städten Sachsen-Anhalts wird auffällige Werbung auf Hochglanzpapier in die Haushalte verteilt, in der es um die Wäsche oder Reparatur von Orient- und Antikteppichen geht.

Schonendes Klopfsaugen, Entmotten, Entmilben und Entfernung von Sandkörnern inklusive 4-fach Waschprozedur nach Tradition - alles zu Aktionspreisen angepriesen. 20 % Rabatt für alle Reparaturen, 5 % Rabatt für Senioren, Angebote zur Vorweihnachtszeit oder Gutscheine für eine Grundreinigung - die Angebote überschlagen sich.

Da die Teppiche auch kostenlos abgeholt und wieder nach Hause geliefert werden, erscheint das Angebot für zahlreiche Verbraucher offensichtlich attraktiv. Ein Besuchstermin wird vereinbart, die Teppiche besichtigt und leider viel zu schnell auch ein verbindlicher Auftrag für eine Reinigung oder Reparatur unterschrieben. Allerdings hat der auf dem Vertrag stehende Preis nicht mehr viel mit einem "Schnäppchen" zu tun. Es geht oft um Summen von mehreren hundert, sogar tausend Euro!

Schon Minuten später - die Teppiche haben die Wohnung verlassen - kommt bei vielen Verbrauchern das böse Erwachen. Dieser Preis für diese Leistung? Ist der Teppich tatsächlich so alt und wertvoll, dass sich die Reinigung oder Reparatur in einer solchen finanziellen Größenordnung überhaupt lohnt? War das Abzocke?

Die Teppiche kommen erst dann in die Wohnung zurück, wenn vollständig bezahlt wird. Ein Szenario, das Verbraucher verzweifeln lässt. Aber wie ist die Situation zu retten? Da es sich in diesen Fällen um sog. außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossene Verträge handelt, können diese widerrufen werden. Eine gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erfolgt regelmäßig nicht. Dann braucht der Teppichbesitzer nichts zahlen, sollte die Leistung bereits erbracht worden sein.

Die Auseinandersetzung mit der Gegenseite ist nicht einfach. Nach Feststellungen der Verbraucherzentrale ist im Einzelfall unter der auf dem Werbeflyer angegebenen Adresse die Firma gar nicht auffindbar oder es liegt keine Gewerbeannmeldung vor. Deshalb sollte in Abhängigkeit von den individuellen Umständen auch eine Anzeige wegen des Verdachtes des versuchten Betruges in Erwägung gezogen werden.

Um diesem Ärger aus dem Weg zu gehen, hilft nur, sich nicht zu übereilten Vertragsschlüssen - trotz blumiger Werbeversprechen - hinreißen zu lassen. Eine seriöse Firma kommt auch ein zweites Mal. Der Rat der Verbraucherzentrale ist deshalb eindeutig: Keine übereilten Vertragsschlüsse!

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt v. 17.11.16

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Im Sommer Hochkonjunktur für unseriöse Teppichreiniger

In den Sommermonaten haben unseriöse Geschäftemacher Hochkonjunktur. So bekommen die Dienststellen in der Polizeiinspektion Northeim/Osterode immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung auf unredliche Teppichaufbereiter. Diese werben sehr offensiv auf Flyern mit einem festen Geschäftssitz im Umkreis, obwohl es sich nach Ansicht der Polizei um reisende Täter handelt.

Mitunter werden für zweifelhafte Reinigungsleistungen weit überhöhte Preise gefordert. So fiel schon 2013 ein in Northeim gegründetes "Teppichhaus" mit ähnlichem "Geschäftsmodell" auf. Die Betreiber wurden 2014 zu Bewährungsstrafen zwischen 14 und 21 Monaten verurteilt.

Wenn man sich zu einer Teppichreinigung entschließt, sollte man sich im Vorfeld über durchschnittliche Reinigungspreise informieren. Kommt es nach dem Abschluss mündlicher oder schriftlicher Verträge über Teppichreinigungen seitens der Teppichreiniger zu aggressiven und auch überhöhten Geldforderungen bei Hausbesuchen, rufen Sie die Polizei zu Hilfe und zur Klärung der Angelegenheit.

Da insbesondere ältere Menschen die Zielgruppe unseriöser Teppichreiniger sind, bittet die Polizei mit diesen im Verwandten- und Bekanntenkreis darüber zu sprechen.

Quelle: Polizeipresse Northeim/Osterode, news aktuell v. 04.08.2016

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11.000 Euro für Teppichreinigung

Immer wieder fallen Bürgerinnen und Bürger auf Haustürgeschäfte herein. Aktuell boten zwei Männer einer älteren Dame die Reinigung ihrer Teppiche für 11.0000 Euro an. Als die alleinstehende Seniorin das Geld bei der Bank abholen wollte, wurde der Mitarbeiter stutzig und nahm Kontakt mit der Polizei auf. Diese leitete ein Strafverfahren wegen Wucher ein und überprüfte die Männer bei der Rückgabe der Teppiche.

Die Polizei warnt vor Haustürgeschäften, wie Teppich- oder Dachrinnenreinigung sowie Pflaster- oder Teerarbeiten. In vielen Fällen handelt es sich um unseriöse Gewerbetreibende, die schlechte Leistung zu überhöhten Preisen anbieten. Bei Handwerkerleistungen sollten vorher mehrere Kostenvoranschläge von bekannten Firmen eingeholt werden. Auskünfte zu ausführenden Betrieben können die Handwerkskammern, Innungen und die Verbraucherschutzzentrale geben.

Quelle: Polizeipresse Warendorf, news aktuell v. 21.07.2016

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Vorsicht bei billigen Preisen für eine Teppichreinigung, Polizeiwarnung

In Flyern und Zeitungsanzeigen werben in regelmäßigen Abständen Firmen, die beispielsweise günstig eine Biowäsche oder eine Reparatur von Teppichen anbieten. Bei den hier beschriebenen Firmen handelt es sich üblicherweise um Neugründungen und nicht um alteingesessene Betriebe. Das Angebot klingt zunächst verlockend, wenn die Werbeaktion nicht stark an einen Betrugsfall von Mitte des Jahres erinnern würde. Anfang Juni 2015 eröffnete eine Teppichwäscherei in der Bremer Straße in Delmenhorst einen Geschäftssitz. Diese Firma wurde dort nur für kurze Zeit betrieben. Der Betreiber hat sein Geschäft über Nacht verlassen und ist seitdem verschwunden.

Im Zusammenhang mit dieser Teppichwäscherei sind seinerzeit mehrere Anzeige wegen Betruges und eine Anzeige wegen Unterschlagung eines Teppichreinigungsgerätes bei der Polizei erstattet worden. Die betrügerische Firma bietet neben der Reinigung einen kostenlosen Bring- und Abholservice an. Bei einem telefonisch vereinbarten Termin werden die Teppiche von den Betrügern in der Wohnung der Opfer "begutachtet" und ein Preis für die Reinigung veranschlagt. Die Betrüger bedrängen ihre meist älteren Opfer so lange, bis sie der Reinigung zustimmen.

Der Preis ist für die angebotene Leistung viel zu hoch. Das Geld verlangten die Täter bei Rückgabe der Teppiche in bar. Die Teppiche sind aber weder fachkundig gereinigt noch repariert worden. Aufgrund dieses Vorfalls warnt die Polizei dringend davor, auf unseriöse Inserate von Teppichreinigungsfirmen zu reagieren und sich auf Haustürgeschäfte einzulassen. Angebote sollten vielmehr ausschließlich über den Fachhandel eingeholt werden. Die Polizei rät bei Zweifeln an der Seriosität eine zweite Meinung einzuholen, alternativ Nachbarn oder die Polizei zu verständigen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei auch auf Empfehlungen des Arbeitskreises Teppichwäscher (ATW) und des Deutschen Textilreinigungsverbandes e.V. (DTV) hin. Der ATW gibt Tipps, wie Sie sich schützen können: Der Verbraucher sollte mehrere Angebote einholen und diese genau prüfen. Wichtig ist ein formal einwandfreies Angebot mit einer exakten Firmenanschrift, einem Ansprechpartner, Telefonnummer etc. Wichtig: kein handschriftliches Angebot! Der Verbraucher sollte eine Preisliste verlangen und diese auch erhalten Der Kunde sollte immer eine Rechnung verlangen; seriöse Teppichwäscher händigen eine Rechnung in jedem Fall aus. Auf der Rechnung muss die Steueridentifikationsnummer stehen.

Der Kunde sollte den Teppichwäscher nach Referenzen fragen; diese kann er im Zweifelsfall kontaktieren Lassen Sie sich in jedem Fall eine Quittung bei der Einlieferung Ihres Teppichs geben sowie bei Abholung des Teppichs. Dort muss vermerkt werden, welche Leistungen in Auftrag gegeben wurden

Wichtig ist zu wissen, dass eine Teppichreinigung zu einem niedrigen Preis wie z. B. 8,90 Euro pro Quadratmeter nicht möglich ist. Das Reinigungsverfahren ist kompliziert und der Zeitaufwand hoch. Außerdem entstehen Wasser-, Strom- und andere Energiekosten. Bei Unsicherheit sollte der Verbraucher mit den Fachbetrieben des ATW bzw. DTV in Kontakt treten. Eine Liste der DTV-Mitgliedsbetriebe, die zu fairen Preisen und mit guten Leistungen Teppiche reinigen, finden Sie hier auf der Homepage des ATW (www.teppichwaescher.de) oder auf der Homepage des DTV (www.dtv-bonn.de)

Quelle: Polizeipresse Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch v. 06.11.15

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Nach schlechter Teppichrepratur zur Zahlung genötigt

Ein Leser aus Rheine berichtet von schier unglaublichen „Vertriebsmethoden“. Er hatte Teppiche geerbt, schon alt und mit Gebrauchsspuren. Da traf es sich gut, als er in der Zeitung einen Gutschein übe 50 € entdeckte, angeboten von einer Teppichfirma.

Angepriesen wurde eine Teppichreinigung/ Teppichreparatur inklusive kostenlosem Hol-und Bringsservise usw. Er rief die Firma an, die einen Mitarbeiter schickte. Der bgutachtete die Teppiche, schätzte den Wert. Allerdings hätte ein großer Teppich Motten und müsste repariert werden, andere Teppiche müssten per Hand gewaschen werden. Bei einem Teppich müssten Kanten und Fransen erneuert weden. Mit dem Betrag für die Teppichreinigungen wurde man handelseinig.

Nach meherern Terminverschiebungen durch die Teppichfirma kam das böse Erwachen: Ein Teppich war in der Länge geschrumpft, die Brückenkanten waren unfachmännisch mit dickem Garn und falschem Fransenbild genäht.

Der Kunde bezahlte deshalb nur die Reinigung der Teppiche. Die Firma nahm den Läufer wieder mit. Nach wochenlangem Nachtelefonieren kam ein anderer Firmenmitarbeiter mit der Brücke nach Hause, wieder war diese nicht wie vereinbart repariert. Der Firmenmitarbeiter forderte die Bezahlung der Reparatur. Als der Kunde sich zunächst weigerte, drohte der Mann mit geballten Fäusten in den Hosentaschen, in seiner ganzen Art hoch aggressiv: „Bezahlen Sie lieber, ich bin nicht der Einzige in der Firma“. Eingeschüchtert bezahlte der Kunde die Teppichreparatur.

Quelle: Ein Leser der Pfiffigen Senioren im Mai 2015

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Abzocke-Teppichreiniger suchen Opfer mit seriöser Zeitungsannonce

Ein Leser der Pfiffigen Senioren berichtet am 13.03.15:
"Anfang dieser Woche lag in der Zeitung ein Flyer einer Orientteppichfirma aus Hannover, welcher einen seriösen Eindruck machte und eine Bio-Teppichwäsche ab 8,90 € je qm anbot. Dieses Angebot sollte nur 5 Tage gültig sein.

Ein Verwandter rief dort am 11.03.15 an, um zwecks Reinigung eines Berber-Teppichs einen Termin zu verabreden. Man sagte ihm, man sei an dem Tag in der Nähe und vereinbarte einen Termin um 17.00 Uhr.

3 Stunden vorher erschienen 2 gut gekleidete Herren, um den Teppich zu prüfen und ein Kostenangebot zu machen. Dieses belief sich dann, da die angeblich vorhandenen Motten schwer zu beseitigen seien, auf sage und schreibe 3.500 €. Nebenbei hatte flugs einer der Herren einen angeblich sehr wertvollen Teppich reingebracht, den er auslegte und zum Kauf für ca. 17.000,-- € anbot. Dazu wurde noch ein Läufer hereingeholt, der 11.000 € kosten sollte.

Mein Verwandter befand sich alleine im Haus und erklärte, er könne das nicht entscheiden und man solle die Teppiche wieder mitnehmen. Die Herren gaben nicht auf und boten an, die Teppiche zurückzulassen und wiederzukommen, wenn eine Vertrauenspeson zu Hause sei. So kamen sie dann um 17.00 Uhr wieder. Mein Verwandter weigerte sich trotz Preisnachlass zu kaufen und forderte nachdrücklich dazu auf, die Teppiche zu entfernen. Auch auf das Angebot zur Reinigung für nun "noch" 1.700,--€ ging er nicht ein. Es folgten dann Sprüche, man solle sich als Renter mal was gönnen, man könne ja schließlich nichts mitnehmen, und die Herren verließen schimpfend das Haus mit den Worten -"so ein Haus und nicht mal einen vernünftigen Teppich-".

Quelle: Eine Leser der Pfiffigen-Senioren v. 13.03.15