gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Stadtplantrick, Kettentrick

Stadtplan Wo geht's lang? Trickdiebe fragen nach dem Weg

Können Sie uns den Weg nach.... zeigen?

Die Täter bitten Sie, die Wegbeschreibung auf der Karte zu zeigen. Natürlich helfen Sie gern. Aber mit vielen Fragen bringen die Betrüger Sie durcheinander. Stellen Sie niemals Ihre Tasche ab, halten Sie sie fest unter dem Arm geklemmt.

Vorsicht nach Geldabhebung. Betroffen sind Rentner, die kurz zuvor Bargeld bei ihrer Hausbank abgehoben haben. Sie werden schon bei der Bank beobachtet, denn hier könnte sich der Betrug lohnen.

Werden Sie im Auto angesprochen und Sie steigen aus, um den Weg auf der Karte zu zeigen, verschließen Sie unbedingt Ihren Wagen. Die Täter schaffen mit vielen Fragen ein Durcheinander, indessen räumt einer davon oder auch ein dritter Komplize das Auto aus.

Oft wird zunächt nach dem Weg gefragt und anschließend um Wechselgeld gebeten. Während des Geldwechselvorgangs werden ohne dass Sie es merken, die Geldscheine aus dem Portemonnaie gezogen.

"Kennen Sie die Person?" Es wird auch versucht, mit einem vorgehaltenen Foto das Opfer abzulenken.

Fragen nach dem Weg können auch Vorbereitung zu anderen Betrugsmaschen sein.

Hier ein beispielhafter Fall: In Erlangen wollte der Betrüger einem 89-Jährigen zum Dank für die Auskunft angeblich hochwertige Lederjacken und einen Pelzmantel schenken. Der Anbieter folgte ihm in seine Wohnung und bot an, die Ware gegen ein "Benzingeld" von über 1.000,-- Euro zu überlassen. Er bekam das Geld, die Lederjacken stellten sich als minderwertige Waren heraus.

Fahrkartenautomat erklären und dann um Fahrgeld betteln

Fremde, schlecht Deutsch sprechend, versuchen eine Fahrkarte am Automaten zu ziehen und bitten Passanten um Hilfe. Freundlich hilft der Passant, bis der Automat dann Geld für die Fahrkarte fordert. Die Fremden haben angeblich nicht genug Geld dabei und bitten nun den freundlichen Helfer die Fahrkarte zu bezahlen. Fallen Sie nicht auf diesen Betteltrick herein.

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Mit Frage nach dem Weg Ketten vom Hals gestohlen (Kettentrick)

Diese Masche ist unglaublich dreist. Das betagte Opfer wird aus dem Auto heraus angesprochen. Die Täter im Auto halten Straßenkarten in den Händen und erkundigen sich nach dem Weg, oft zum Krankenhaus. Man bedankt sich überschwänglich und legt dem Opfer zum Dank eine wertlose Kette um den Hals, die echte wertvolle Kette wird gestohlen. Es wird sogar versucht, dem Opfer die Ringe von den Fingern zu ziehen.

Die Trickbetrüger treten oft in Gruppen von zwei bis fünf Personen auf. Aktuell ist zu beobachten, dass die Täter auch Gewalt anwenden, wenn sie mit ihrem Trick keinen Erfolg haben. Die Polizei Hessen zählt bereits rund 90 Fälle, in denen die Täter gewalttätig wurden. Erfahrungsgemäß stammen die überörtlich agierenden Trickbetrüger beim "Kettentrick" aus dem osteuropäischen Raum, während es sich beim "Kettenraub" überwiegend um zumeist jugendliche Personen aus dem nordafrikanischen Raum handelt.

Halskettentrick: Vorsicht im Sommer

Gerade in den Sommermonaten, besteht die Gefahr, Opfer einer solchen Straftat zu werden.Durch die leichtere Bekleidung lässt sich optisch gut feststellen, ob ein mutmaßliches Opfer entsprechenden Schmuck um den Hals oder am Handgelenk trägt und die Möglichkeiten der Entwendung sind entsprechend günstiger. Sollten Sie von Personen angesprochen, nach einem Weg oder dem nächsten Krankenhaus - auch aus Fahrzeugen heraus - befragt werden, dann sollten Sie mit entsprechender Vorsicht reagieren und auf Distanz bleiben.

Beugen Sie sich nicht in den Wagen hinein

Halten Sie Fremde auf Abstand

Beugen Sie sich nie in die Wagenfenster

Rufen Sie laut um Hilfe

Verständigen Sie die Polizei

Lassen Sie sich nicht umarmen

Während Sie überschwänglich dankbar umarmt werden, werden die Geldbörse, Brieftasche gestohlen. Die Umarmung dient zur Ablenkung.

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Osteuropäische Trickdiebe und Schlüsselklau

Die Polizei Nürnberg warnt: Seit April 2010 wurden bei der Kripo Nürnberg insgesamt 18 Fälle angezeigt. Stets lauerten ein oder mehrere Osteuropäer älteren Damen beim Verlassen ihres Wohnanwesens auf und fragten sie kurz danach nach einer Örtlichkeit. In manchen Fällen zeigten sie auch einen Zettel vor, auf dem der Ort oder die Straße geschrieben stand.

Abgelenkt durch diese Vorgehensweise wurden die Seniorinnen ihrer Wohnungsschlüssel bestohlen. Die Täter begaben sich anschließend in das Haus und entwendeten aus der Wohnung Bargeld und Schmuck.

Quelle: news aktuell gmbh v. 11.08.10

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Was tun, wenn man doch bestohlen wurde?