gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Wunderheiler, Wahrsagerinnen

Wahrsagerin Immer wieder lassen sich Menschen von angeblichen Wahrsagern oder Wahrsagerinnen beeindrucken und fallen am Ende lediglich auf simple Betrugsmaschen herein.

Wunderheiler sind Betrüger, die russisch sprechende Personen auf der Straße kontaktieren und ihnen einreden, sie seien schwer erkrankt. Ursache für ihre Beschwerden sei ein Fluch, der auf ihrem gesamten Vermögen laste. Um den Bann zu lösen, übergibt das Opfer Geld und Wertsachen. Diese werden eingewickelt und vom Opfer unbemerkt in Papierschnipsel ausgetauscht.

Die Kripo warnt vor dieser perfiden Masche und rät zu gesundem Misstrauen. In zurückliegenden Fällen stellte sich nicht selten heraus, dass potentielle Opfer vorher in Buchhandlungen bei der Lektüre entsprechender Themen beobachtet bzw. beim Verlassen von Arztpraxen angesprochen worden waren.

Auf einer Schweizer Warnliste der Konsumenteninfo stehen dubiose Wahrsager und Esoterik-Schwindler, die in Briefen Heilung oder Wunder oder Bargeld bzw. Lottogewinne versprechen, dafür aber Geld als Vorauskasse verlangen. Die Betrüger sind zum Teil auch in Deutschland aktiv. Zur Liste

Die Polizei Mittelhessen informiert am 09.11.11:
Die angeblichen Kenntnisse über die persönlichen Lebensverhältnisse sind meist durch geschickte Fragestellungen bei den "Opfern" zu erfahren. So ist es beispielsweise nicht selten, dass der Vater einer etwa Dreißigjährigen nicht mehr lebt. Auf die Aussage oder Frage: "Dein Vater ist doch gestorben", antwortet die betroffen Person mit "ja" und nimmt an, die Fragende wusste es.

Stimmt es nicht, wechselt die Fragende geschickt auf eine andere Person - und so stimmt es wieder. Aussage um Aussage entsteht dann teils schneller oder langsamer bei dem oder der Angesprochenen das Bild, der oder die andere habe schon alles gewusst. Oft genug geschieht dies auch nicht nur auf der Straße sondern bei Telefonanrufen. Die Polizei rät deshalb auch zur Vorsicht beim Beantworten solcher Fragen oder entsprechender Gesprächsführung.

Geben Sie keine Informationen über Ihre Vermögensverhältnisse

Sogenannte Hellseher erfahren durch geschicktes Fragen, wieviel Geld und an welchem Ort Sie es aufbewahren. Das kann eine Vorbereitung für den Enkeltrick oder auch für einen Einbruch sein.

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Honorar für Wahrsager muss bezahlt werden.

Wahrsager sind keine diebischen Wunderheiler. Wer ihre Dienste in Anspruch nimmt, muss zahlen.

Der Stuttgarter Kunde einer Wahrsagerin verweigerte der Frau 6.700 Euro Honorar. Die Frau zog bis vor den Bundesgerichtshof und bekam Recht: Grundsätzlich ist Wahrsagerei eine Dienstleistung wie jede andere, hieß es dort und müsse auch honoriert werden, BGH v. 13.01.11 (Az: III ZR 87/10).