gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Manipulation von Geldautomaten -Aktuelle Fälle

Leipzig: Geldausgabeschächte manipuliert

Auf das Bargeld von Kunden eines Kreditinstitutes hatten es Betrüger abgesehen. Sie manipulierten die Ausgabeschächte von Geldautomaten in der Weise, dass diese sich bei Transaktionen nicht eigenständig öffneten.

So erging es auch einem Kunden (37) des Kreditinstitutes, der Samstagnachmittag die Filiale betrat, um Bargeld abzuheben. Er erhielt nach Eingabe eines Abbuchungsauftrages sein Geld vorerst nicht. Grund: Täter hatten den Geldausgabeschacht mit einer Abdeckung derart blockiert, dass dieser sich nicht öffnete. Als der 37-Jährige jedoch den Grund erkannte und den „Übeltäter“ entfernte, öffnete sich letztlich doch der Ausgabeschacht, so dass der 37-Jährige das Geld entnehmen konnte. Anschließend informierte er die Polizei.

Noch während die Ermittler Spuren an dem Automaten und der ominösen Abdeckung sicherten, erhielten sie die Information, dass es in weiteren Filialen zu ähnlichen Vorfällen gekommen war. Nachweislich waren auch Automaten in der Hainstraße, in der Schillerstraße, in der Dresdner Straße und am Torgauer Platz von Betrügern mit einer Abdeckung versehen worden, um den Ausgabeschacht zu blockieren und die Ausgabe des Bargeldes zu verhindern. In sämtlichen Fällen sicherten Kriminalisten Spuren und nahmen die Ermittlungen auf.

Quelle: Polizeipresse Leipzig v. 09.03.19

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Halle: Cash-Trapping

Als eine Frau am Geldautomaten im Steinweg Geld abholen wollte, erfolgte statt der Auszahlung ein lautes Rattern und eine Fehlermeldung auf dem Bildschirm erschien. Am Geldausgabefach war eine Schiene angebracht, die das Bargeld zurückhielt. Zum Glück verständigte die Kundin die Polizei, so dass die Täter nicht an ihr Geld kamen.

Quelle: Polizeipresse Halle v. 05.03.19

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Tuttlingen: Cash-Trapping

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der in Tuttlingen und Trossingen seit Dezember 2018 mit Cash-Trapping etwa 3000 Euro von mehreren Geschädigten erbeutet haben soll. Erwischt wurde er bei einem erneuten Versuch. Bei der Bank lief eine Fehlermeldung auf und die Polizei wurde informiert. Als der Tatverdächtige einige Zeit später prüfen wollte, ob Geldscheine am Ausgabeschacht klebten, wurde er festgenommen.

Quelle: Polizeipresse Tuttlingen v. 08.02.19

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Hettstedt: Cash-Trapping

Als gestern ein Mann Bargeld am Automaten seiner Bank abheben wollte, staunte er nicht schlecht, als er nicht an sein Geld konnte. Der Abhebevorgang funktionierte einwandfrei, nur der Ausgabeschacht öffnete sich nicht. Unbekannte Täter hatten den Schacht mit einer Abdeckung versehen, so dass er nicht an sein Geld gelangen konnte. Der Mann erkannte die Manipulation und informierte geistesgegenwärtig sofort die Polizei, welche vor Ort Spuren sichern konnte, die Ermittlungen wurden aufgenommen. Der Mann erhielt vor Ort sein Bargeld ausgehändigt.

Hinweis der Polizei: Straftaten mit einer solchen oder ähnlichen Begehungsweise werden auch als Cash Trapping bezeichnet und stellen eine besondere Form des Diebstahls an Geldautomaten dar. Über den Geldausgabeschacht wird u.a. ein täuschend echter Verschluss geklebt. Dieser Verschluss ist innen mit einer Klebefolie versehen. Diese verhindert, dass das Geld ausgegeben oder wieder vom Automaten eingezogen wird - die Geldscheine bleiben buchstäblich im Ausgabeschacht kleben. Sollten sie den Verdacht haben, dass ein Geldautomat manipuliert wurde, belassen Sie die Situation vor Ort wie sie ist und informieren sie umgehend die Polizei.

Quelle: Polizeipresse Sachsen-Anhalt Süd v. 02.01.19

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FBI warnt vor globalem Angriff auf Geldautomaten

Das FBI hat die Banken gewarnt: Cyberkriminelle bereiten sich darauf vor, ein hochgradig choreographiertes, globales Betrugsprogramm durchzuführen, das als "ATM cash-out" bekannt ist. Dabei hacken die Kriminellen eine Bank oder einen Kartenzahlungsdienstleister und benutzen geklonte Karten an Geldautomaten auf der ganzen Welt, um Millionen von Dollar in nur wenigen Stunden betrügerisch abzuheben.

Den Zugang zu den Bankenrechnern würden die Unbekannten nutzen, um Auszahlungslimits und Kontostände von Bankkunden so zu manipulieren, dass die Betrüger im nächsten Schritt möglichst viel Geld abheben können. Denn anschließend sollen die Kontodaten der betroffenen Bankkunden an Komplizen in aller Welt geschickt werden.

Diese würden mit den Daten dann Bankkarten fälschen. Als Rohmaterial würden dafür etwa Guthabenkarten von Einzelhandelsketten verwendet. Das einzige Kriterium sei hierbei, dass die jeweilige Karte mit einem wiederbeschreibbaren Magnetstreifen versehen sei. Was im Umkehrschluss bedeutet: Karten mit einem Chip lassen sich so nicht fälschen.

Ausgerüstet mit den kopierten Karten würden die Kriminellen dann zeitgleich an vielen Orten der Welt zu Geldautomaten gehen und dort so lange Geld von den ebenfalls manipulierten Konten abheben, bis deren Bargeldvorrat erschöpft ist.

Quelle: Krebs on Security v.12.08.18

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Osnabrück und Bramsche: Cash-Trapping

Der Polizei in Osnabrück und Bramsche wurden mehrere dieser Fälle gemeldet. Offensichtlich haben die Täter kleinere Bank-Filialen aufgesucht, damit sie "in Ruhe" das nicht ausgegebene Geld abholen konnten.

Quelle: Polizeipresse Osnabrück v.14.08.18

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München Ludwigsvorstadt: Nach Cash-Trapping Serie festgenommen

Im Bereich südlich des Hauptbahnhofs kam es seit Freitag, 29.06.2018 zu derzeit zehn bekannt gewordenen Manipulationen an Geldautomaten. Die Täter brachten Blenden über den Ausgabeschächten an, um zu verhindern, dass das Geld ausgegeben wird, jedoch an der Blende hängen bleibt, welche später abgenommen wird, um das daran klebende Bargeld zu entwenden (sog. Cash-Trapping).

Aufgrund der Häufung der Delikte wurden durch die zuständige Polizeiinspektion 14 (Westend) in Abstimmung mit dem Fachkommissariat Fahndungsmaßnahmen eingeleitet.

Am Mittwoch, 04.07.2018, gegen 14.30 Uhr, konnten aufgrund der polizeilichen Maßnahmen drei Tatverdächtige nach zwei weiteren versuchten Cash-Trapping Fällen durch Zivilkräfte festgenommen werden. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen konnten umfangreiche Tatmittel sichergestellt werden.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18, 22 und 28 Jahre alten Rumänen. Es stellte sich heraus, dass die drei Männer ausschließlich zur Begehung von Straftaten nach München gekommen waren.

Der 18- und der 28-Jährige legten in ihren Vernehmungen umfangreiche Geständnisse ab, während sich der 22-Jährige nicht zu den Straftaten äußern wollte.

Da die drei Männer über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen, wurden sie am Donnerstag, 05.07.2018 dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Gegen die drei Rumänen ergingen Haftbefehle.

Quelle: Polizeipresse Bayern v.06.07.18

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Beratzhausen: Schwerer Diebstahl aus Geldautomat

Bereits Ende Mai kam es in einem Geldinstitut in der Marktstraße zu einem schweren Diebstahl aus einem Geldautomaten. Der Dieb erbeutete mehrere zehntausend Euro Bargeld. Die Kriminalpolizei bittet um sachdienliche Hinweise.

Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehen die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg davon aus, dass der Dieb in den Nachtstunden von Freitag, 25.05.2018 auf Samstag agierte. Die Tatzeit liegt demnach in der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 23:30 Uhr. In diesem Zeitfenster gelang es einem bislang unbekannten Dieb durch technische Manipulation Bargeld aus einem Geldausgabeautomaten zu entwenden. Da der Dieb hierbei nicht brachial vorging, wurde der Diebstahl erst zwei Tage später bemerkt und bei der Polizei angezeigt.

Quelle: Polizeipresse Bayern v.07.06.18