gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Unseriöse Teppichreiniger

Mit verlockenden Zeitungsanzeigen, enormen Rabatten und Flyern werben Teppichreiniger für ihre Dienste. Doch beachten Sie vor Auftragsvergabe die Tipps der Polizei.
Zeitungsannonce Zeitungsanzeige

Tipps der Polizei

Betrügerischer Teppichhändler festgenommen

Zu mehreren Betrugsfällen kam es im Raum Rottweil in den vergangenen Monaten, in denen die Kriminalpolizei nun einen Hauptverdächtigen ermittelt hat. Der 34-Jährige soll in mehreren Fällen Personen zur Reinigung und Begutachtung von Teppichen überredet und dafür hohe Geldbeträge erhalten haben. Die erbrachten Leistungen standen in keinem Verhältnis zu den Zahlungen oder blieben sogar ganz aus. Seinen Opfern redete der Tatverdächtige ein, sie seien im Besitz wertvoller Teppiche, die sich durch die kostspielige Aufbereitung gewinnbringend weiterverkaufen lassen.

Der so entstandene Schaden bei den Betrugsopfern liegt insgesamt im sechsstelligen Bereich. Dem Kriminalkommissariat in Villingen und der Staatsanwaltschaft Rottweil ist es nun gelungen zwei Personen vorläufig festzunehmen. Gegen einen der Beschuldigten wurde Haftbefehl erlassen. Der Unterstützerkreis des Hauptverdächtigen wird aktuell von der Polizei noch weiter beleuchtet. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es in Deutschland, Österreich und der Schweiz weitere Personen gibt, die dem Betrüger zum Opfer gefallen sind. Diese werden gebeten sich mit der Polizei in Villingen unter 07721 6010 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipresse Tuttlingen v. 28.02.19

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Trickdiebe als Anbieter für Teppich- und Polsterreinigung

Am Dienstag hat sich eine 78-jährige Mönchengladbacherin bei der Polizei gemeldet, um einen Trickdiebstahl anzuzeigen, der am 25.02.2019 in ihrer Wohnung an der Hohenzollernstraße geschah. Gegen 13.45 Uhr erhielt sie am Montag einen Anruf und ein Mann bot ihr Teppich- und Polsterreinigungsdienste an. Weil dies der Dame gelegen kam, ging sie auf das Angebot ein und etwa 10 Minuten später klingelte es schon an ihrer Tür. Zwei Männer führten dann Arbeiten aus, indem sie die Polster von ihrem Sofa abmontierten und reinigten.

Als es um die Bezahlung ging, verlangten sie einen Betrag von 950 Euro. Im Beisein der beiden sah die Dame nach, wie viel Bargeld sie im Haus hatte. Weil es nicht reichte, fuhr sie mit den Unbekannten in einem dunklen Auto zu einer Bank, wo sie den geforderten Geldbetrag abhob und dann übergab. Nachdem die Verdächtigen sie wieder nach Hause gebracht hatten, stellte die 78-Jährige fest, dass ihr gesamtes Bargeld aus der Wohnung fehlte.

Quelle: Polizeipresse Mönchengladbach v. 27.02.19

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Teppichreinigung ging nach hinten los

Mit den Slogan "Familienunternehmen seit 25 Jahren" und "Qualität und Erfahrung aus Tradition" warb in der vergangenen Woche eine Teppichwerkstatt aus Grävenwiesbach mit einem Flyer in einer Zeitung um Kunden. Einem Ehepaar aus Nidda fiel da ihr Seidenteppich ein, der schon lange eine Reinigung nötig hatte. Das gute Stück wollten sie verständlicherweise nicht jedem überlassen, der Flyer und seine vielfältigen Versprechungen jedoch überzeugten sie.

Sie riefen die genannte Nummer an und übergaben schon am Folgetag den Teppich an den Dienstleister, im guten Glauben die versprochene "Profi-Reinigung" für ihren Teppich zu erhalten. Ein recht hoher vereinbarter Peis für den großen wertvollen Teppich schreckte sie dabei nicht. Kurz nachdem ihr Teppich auf die Reise gegangen war, bekamen sie aber doch Zweifel, wem sie den Teppich eigentlich überlassen hatten - zu Recht.

Am gestrigen Mittwoch erhielt das Ehepaar seinen Seidenteppich zurück. Sauberer war er - sauber aber nicht. Im Gegenteil, durch die eben nicht fachgerechte Reinigung hat der Teppich einen erheblichen Wertverlust erlitten. Das Ehepaar hatte inzwischen die Polizei eingeschaltet, die prüft, ob ein Betrug vorliegt.

Unabhängig davon rät die Polizei dringend: "Überlegen Sie gut, wen Sie mit Dienstleistungen beauftragen und wem Sie Ihre Wertsachen für Arbeiten überlassen. Lassen Sie sich verschiedene Angebote machen und beauftragen Sie am besten ein Unternehmen vor Ort, bei dem Sie entsprechend auch einen Ansprechpartner haben."

Bei den Ermittlungen der Polizei stellte sich zu diesem Unternehmen übrigens bereits heraus, dass es keinesfalls ein Familienunternehmen mit langjähriger Erfahrung ist. Das Unternehmen wurde erst in dieser Woche beim Gewerbeamt angemeldet. "Werbung kann viel versprechen - Glauben Sie nicht alles, was bunte Bilder und Slogans Ihnen versprechen."

Quelle: Polizeipresse Mittelhessen, news aktuell v. 07.02.19

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Betrug an einem 84-jährigen Senior

Einer aufmerksamen Nachbarin ist es zu verdanken, dass ein 84-jähriger Mann am Dienstagnachmittag in der Neckarpromenade nicht das Opfer von betrügerischen Teppichhändlern wurde. Der Rentner hatte Tage zuvor zwei Teppiche zum völlig überteuerten Preis von 1.500 Euro reinigen lassen. Als die beiden Männer die Teppiche zurück brachten, boten sie dem 84-Jährigen an, ihm einen angeblich wertvollen echten Teppich im Wert von 20.000 Euro zu einem Sonderpreis von 5.000 Euro zu verkaufen. Als der Senior und die beiden Männer die Wohnung verließen, fiel das der Nachbarin auf.

Aufgrund des Erscheinungsbildes der beiden Männer und des Alters des Nachbarn befürchtete die Zeugin, dass hier etwas Unlauteres im Gange sei und folgte den Personen bis zu einer nahegelegenen Bank. Dort sprach sie ihren Nachbarn an und überzeugte diesen, den Geldbetrag nicht abzuheben. Anschließend verständigte sie die Polizei. Dem nicht genug, sie folgte einem der beiden Männer, so dass die Polizei noch in Tatortnähe einen 57-jährigen Tatverdächtigen festnehmen konnte.

Eine Fahndung nach Mittäter verlief ohne Erfolg. In seiner Vernehmung räumte der Tatverdächtige ein, dass der angepriesene Teppich lediglich einen Wert von etwa 200 Euro hat, der Teppich wurde sichergestellt. Nach seiner erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt.

Quelle: Polizeipresse Mannheim, news aktuell v. 16.01.19

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Warnung vor dubiosen Teppichwäschern, Wucherpreise

Bei der Polizei in Melle laufen Ermittlungen wegen Leistungsbetruges und des Verdachts des Wuchers. Eine Teppichreinigung hatte über Flyer in einer Postwurfsendung Werbung gemacht. Eine ältere Dame aus Melle hatte auf den Flyer reagiert und den Betreibern mehrere zu reinigende Teppiche gezeigt. Die Männer unterbreiteten der Dame ein Angebot zur Teppichwäsche und äußerten, dass die Teppiche auch repariert werden müssten, das beinhalte Fransen, Kettelung und Ledereinfassung.

Der Vertrag wurde auf einem DINA-5 -Zettel geschlossen (ohne Angaben zur Mehrwertsteuer) und die Teppichreiniger verlangten eine Anzahlung i.H.v. 500 Euro. Die Summe von 16.300 Euro sollte nach Erhalt der gereinigten Teppiche - etwa 14 Tage später - in bar übergeben werden.

Zwischenzeitlich wurde jedoch die Polizei eingeschaltet, die nun i.S. Leistungsbetrug und Wucher ermitteln, denn die Reinigung dürfte nach herkömmlichen Preislisten um die 900 Euro kosten. Die Beamten raten zur Vorsicht bei solchen "Geschäften". Vor allem von älteren Menschen verlangen die Teppichwäscher häufig Vorkasse. Quittungen und Belege über die Art, den Zeitablauf und den Umfang der beauftragten Leistung, geben sie in der Regel nicht heraus. Viele Kunden, die eine Zahlung per Vorkasse verweigern, werden später erpresst: Wenn sie nicht die überhöhte Rechnung zahlen, bekommen sie den Teppich nicht zurück.

Quelle: Polizeipresse Osnabrück, news aktuell v. 06.12.18

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Verbraucherzentrale warnt vor übereilten Vertragsschlüssen

Infast allen größeren Städten Sachsen-Anhalts wird auffällige Werbung auf Hochglanzpapier in die Haushalte verteilt, in der es um die Wäsche oder Reparatur von Orient- und Antikteppichen geht.

Schonendes Klopfsaugen, Entmotten, Entmilben und Entfernung von Sandkörnern inklusive 4-fach Waschprozedur nach Tradition - alles zu Aktionspreisen angepriesen. 20 % Rabatt für alle Reparaturen, 5 % Rabatt für Senioren, Angebote zur Vorweihnachtszeit oder Gutscheine für eine Grundreinigung - die Angebote überschlagen sich.

Da die Teppiche auch kostenlos abgeholt und wieder nach Hause geliefert werden, erscheint das Angebot für zahlreiche Verbraucher offensichtlich attraktiv. Ein Besuchstermin wird vereinbart, die Teppiche besichtigt und leider viel zu schnell auch ein verbindlicher Auftrag für eine Reinigung oder Reparatur unterschrieben. Allerdings hat der auf dem Vertrag stehende Preis nicht mehr viel mit einem "Schnäppchen" zu tun. Es geht oft um Summen von mehreren hundert, sogar tausend Euro!

Schon Minuten später - die Teppiche haben die Wohnung verlassen - kommt bei vielen Verbrauchern das böse Erwachen. Dieser Preis für diese Leistung? Ist der Teppich tatsächlich so alt und wertvoll, dass sich die Reinigung oder Reparatur in einer solchen finanziellen Größenordnung überhaupt lohnt? War das Abzocke?

Die Teppiche kommen erst dann in die Wohnung zurück, wenn vollständig bezahlt wird. Ein Szenario, das Verbraucher verzweifeln lässt. Aber wie ist die Situation zu retten? Da es sich in diesen Fällen um sog. außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossene Verträge handelt, können diese widerrufen werden. Eine gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erfolgt regelmäßig nicht. Dann braucht der Teppichbesitzer nichts zahlen, sollte die Leistung bereits erbracht worden sein.

Die Auseinandersetzung mit der Gegenseite ist nicht einfach. Nach Feststellungen der Verbraucherzentrale ist im Einzelfall unter der auf dem Werbeflyer angegebenen Adresse die Firma gar nicht auffindbar oder es liegt keine Gewerbeannmeldung vor. Deshalb sollte in Abhängigkeit von den individuellen Umständen auch eine Anzeige wegen des Verdachtes des versuchten Betruges in Erwägung gezogen werden.

Um diesem Ärger aus dem Weg zu gehen, hilft nur, sich nicht zu übereilten Vertragsschlüssen - trotz blumiger Werbeversprechen - hinreißen zu lassen. Eine seriöse Firma kommt auch ein zweites Mal. Der Rat der Verbraucherzentrale ist deshalb eindeutig: Keine übereilten Vertragsschlüsse!

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt v. 17.11.16