gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Unseriöse Teppichreiniger

Mit verlockenden Zeitungsanzeigen, enormen Rabatten und Flyern werben Teppichreiniger für ihre Dienste. Doch beachten Sie vor Auftragsvergabe die Tipps der Polizei.
Zeitungsannonce Zeitungsanzeige

Tipps der Polizei

Warnung vor dubiosen Teppichwäschern, Wucherpreise

Bei der Polizei in Melle laufen Ermittlungen wegen Leistungsbetruges und des Verdachts des Wuchers. Eine Teppichreinigung hatte über Flyer in einer Postwurfsendung Werbung gemacht. Eine ältere Dame aus Melle hatte auf den Flyer reagiert und den Betreibern mehrere zu reinigende Teppiche gezeigt. Die Männer unterbreiteten der Dame ein Angebot zur Teppichwäsche und äußerten, dass die Teppiche auch repariert werden müssten, das beinhalte Fransen, Kettelung und Ledereinfassung.

Der Vertrag wurde auf einem DINA-5 -Zettel geschlossen (ohne Angaben zur Mehrwertsteuer) und die Teppichreiniger verlangten eine Anzahlung i.H.v. 500 Euro. Die Summe von 16.300 Euro sollte nach Erhalt der gereinigten Teppiche - etwa 14 Tage später - in bar übergeben werden.

Zwischenzeitlich wurde jedoch die Polizei eingeschaltet, die nun i.S. Leistungsbetrug und Wucher ermitteln, denn die Reinigung dürfte nach herkömmlichen Preislisten um die 900 Euro kosten. Die Beamten raten zur Vorsicht bei solchen "Geschäften". Vor allem von älteren Menschen verlangen die Teppichwäscher häufig Vorkasse. Quittungen und Belege über die Art, den Zeitablauf und den Umfang der beauftragten Leistung, geben sie in der Regel nicht heraus. Viele Kunden, die eine Zahlung per Vorkasse verweigern, werden später erpresst: Wenn sie nicht die überhöhte Rechnung zahlen, bekommen sie den Teppich nicht zurück.

Quelle: Polizeipresse Osnabrück, news aktuell v. 06.12.18

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Überteuerte Teppichreinigung, Betrugsverdacht

Wegen des Verdachts des Betruges ermittelt das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg gegen zwei Männer im Alter von 22 und 33 Jahren.

Eine 66-jährige Reilingerin wollte zwei ihrer Teppiche ver-kaufen und nahm deshalb bereits im Mai 2018 Kontakt mit einer Teppichfirma in Heidelberg-Ziegelhausen auf, deren Kontaktdaten hatte sie aus einem Prospekt entnommen hatte, den sie als Zeitungsbeilage vorfand.

Die beiden Verdächtigen nahmen schnell Kontakt mit der Dame auf und taxierten den angeblichen Wert der Teppiche auf weit über 10.000.- Euro. Darüber hinaus sollen sie die Frau dazu überredet haben, beide Teppiche bei ihnen reinigen und reparieren zu lassen. Inklusive einer Verkaufsprovision bezahlte die Frau knapp 6.000.- Euro.

Als beide Kaufleute plötzlich für Rückfragen nicht mehr erreichbar waren und es auch keine Rückmeldung über den Verkauf bzw. zum Verbleib der beiden Teppiche gab, erstattete die Frau schließlich im August 2018 Anzeige wegen Betrugsverdachts bei der Polizei.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurden Geschäftsräume in Heidelberg -hier war kein Gewerbe angemeldet- und Bruchsal sowie Privatwohnungen in Wiesloch und Stutensee durchsucht. Unterlagen, die als Beweismittel für das Verfahren von Bedeutung sein können, wurden sichergestellt. Mittlerweile sind die beiden Teppiche wieder in Besitz der Reilingerin. Die Ermittlungen des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Quelle: Polizeipresse Mannheim, news aktuell v. 19.10.18

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Betrüger mit gefälschten Teppichzertifikaten

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei Gießen vor betrügerischen Teppichreinigern. So hatten zwei Männer am letzten Montag offenbar versucht, eine 83 - Jährige mit dem "Haustürgeschäft" übers Ohr zu hauen. Das Duo hatte am Montagvormittag bei der Frau geklingelt und ihr angeboten, Teppiche zu reinigen. Dazu wurde ihr ein angebliches Echtheitszertifikat eines Gießener Möbelhauses gezeigt. Offenbar sollte damit der Eindruck vermittelt werden, dass sie hochwertige Teppiche besitzt und dass diese Teppiche gereinigt werden müssen.

Glücklicherweise erkannte die Gießenerin den Betrugsversuch und verwies die beiden Männer von ihrem Grundstück. Eine Streife konnte wenig später den PKW der beiden Männer in Gießen anhalten und kontrollieren. Bei den polizeibekannten Männern im Alter von 70 und 21 Jahren fanden die Beamten dann auch die vorgezeigten Zertifikate. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Fälschungen handelt. Die beiden Männer wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Sehr wahrscheinlich hatten die Männer vor, die Teppiche nur unzureichend zu reinigen und danach eine Rechnung, mit jeweils mehreren hundert Euro pro gereinigten Teppich, zu präsentieren.

Die Gießener Kriminalpolizei nimmt diesen Betrugsversuch auch zum Anlass, dass man sich grundsätzlich nicht auf Haustürgeschäfte einlassen sollte. In fast allen Fällen sind die Preise um ein vielfaches teurer. Sollten Sie Opfer von solchen Betrügern geworden sein, so rufen Sie die Polizei an und erstatten sie Anzeige.

Quelle: Polizeipresse Mittelhessen, news aktuell v. 11.04.18

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Wucher und Betrug: Kripo ermittelt

Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Wuchers und des versuchten Betruges gegen zwei 18 und 25 Jahre alte Geschäftsmänner aus Wiesloch und Leimen.

Eine 77-jährige Frau aus der Altstadt hatte die beiden Verdächtigen, die für eine Firma in Leimen beschäftigt sind, Ende Januar damit beauftragt, ihre fünf Teppiche zu reinigen, einer davon sollte repariert werden.

Nach anfänglich geforderten 16.000.- Euro reduzierte sich der Preis schließlich auf 11.000.- Euro abzüglich eines Rabatts. Da die Seniorin wegen des offensichtlich hohen Preises zunächst verunsichert war, wurde sie von dem 25-Jährigen durch geschickte Argumentation überredet, die Reinigungen und die Reparatur vornehmen zu lassen.

Als ein Verwandter der 77-Jährigen davon erfuhr, informierte er sofort die Polizei. Die wartete bereits in der Wohnung der Altstädterin, als die beiden Verdächtigen die Teppiche am Montagnachmittag (5.2.) wieder anlieferten.

Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass die Reparatur nicht stattfand und zweifelhaft ist, ob die Teppiche überhaupt gereinigt wurden. Eine Geldübergabe fand nicht statt. Die Teppiche wurden der Seniorin ausgehändigt.

Die beiden Verdächtigen, die keine Identitätspapiere oder Reisegewerbekarten dabei hatten, wurden nach Beendigung der Formalitäten wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittlungen des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.

Quelle: Polizeipresse Heidelberg, news aktuell v. 06.02.18

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Erneuter Betrug durch Teppichreiniger

Am 07.12.2017 erschien eine 72-jährige Geschädigte in der Polizeistation Stavenhagen und brachte einen Betrug durch eine Teppichreinigungsfirma zur Anzeige. Die 72-jährige stavenhagener Rentnerin hatte am 28.11.2017 einen Werbezettel einer Teppichreinigungsfirma aus der Region in ihrem Briefkasten. Die Frau setzte sich telefonisch mit der Firma in Verbindung um eine Teppichreinigung zu vereinbaren.

Noch am selben Tag erschien gegen 17:00 Uhr ein Mitarbeiter der Firma bei der Frau und begutachtete den Teppich, welcher mit Flecken versehen war. Der Mitarbeiter bot an, den Teppich für 550,-EUR zu reinigen. Allerdings war er sich unsicher, ob er die Verschmutzungen entfernen könne. Da der Geschädigten der Preis zu hoch war, einigte man sich auf 500,-EUR. Anschließend nahm der Mitarbeiter den Teppich mit.

Am 05.12.2017, gegen 18:30 Uhr erschien der besagte Mitarbeiter in Begleitung eines Kollegen und brachte der Geschädigten den Teppich zurück. Allerdings war der Teppich ganz offensichtlich nicht gereinigt worden. Die Flecken war immer noch vorhanden. Auf die Feststellung angesprochen, erließen man der Geschädigten 50,-EUR. Sie bezahlte daraufhin 450,-EUR in bar. Nachdem das Geld übergeben wurde, entfernten sich die beiden Tatverdächtigen.

Am 07.12.2017 erfuhr die Geschädigte aus den Medien von einer betrogenen Neustrelitzerin durch eine Teppichreinigungsfirma sowie die einhergehende Warnung der Polizei. Sie begab sich daraufhin zur Polizei und erstattete Anzeige.

Die Polizei geht davon aus, dass es weitere Geschädigte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt. Sollten Sie Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein, erstatten Sie Anzeige bei ihrer örtliche Polizeidienststelle, im Internet über www.polizei.mvnet.de oder wenden Sie sich an die Einsatzleitstelle der Polizei.

Quelle: Polizeipresse Neubrandenburg, news aktuell v. 08.12.17

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Teppich nicht gereinigt aber hohen Geldbetrag abgezockt

warnung vor unseriöesen Teppichreinigern Flyer Eine Neustrelitzer Rentnerin hatte in der vergangenen Woche einen Flyer einer Teppichreinigungsfirma in ihrem Briefkasten vorgefunden. Daraufhin engagierte sie diese Firma telefonisch, die vorgibt ihren vermeintlichen Firmensitz in der Region zu haben. Am 28.11.2017 erschien ein Mitarbeiter der Teppichreinigungsfirma bei der Frau, um den zu reinigenden Teppich zu begutachten. Das erste Angebot für die Reinigung betrug 2600,-EUR. Die Frau lehnte aufgrund der hohen Summe ab, sodass der Mitarbeiter neu verhandelte und man sich auf einen Preis von 1500,-EUR in bar einigte. Während der Mitarbeiter verhandelte, wartete ein zweiter Mitarbeiter vor dem Wohnhaus in einem Fahrzeug.

Nachdem die Frau eine Anzahlung in Höhe von 500,-EUR geleistet hatte, nahm der Mann den Teppich mit. Am 04.12.2017 brachten die beiden Tatverdächtigen den Teppich zurück und forderten den noch ausstehenden Betrag. Die 90-Jährige übergab den Tätern erneut 500,-EUR. Da sie jedoch nicht so viel Geld vorrätig hatte um den vollen Betrag zu begleichen gaben die Täter an, am nächsten Tag wieder zu kommen, um den Restbetrag zu holen und fuhren davon.

Bei einer genauen Überprüfung des Teppichs stellte die Geschädigte später fest, dass dieser gar nicht gereinigt und sie offensichtlich betrogen wurde. Es wurden lediglich kleine Ausbesserungen an den Fransen des Teppichs vorgenommen. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Die Täter kamen am Folgetag nicht mehr. Der Geschädigten entstand ein Schaden in Höhe von 1.000,-EUR.

Zu den Tätern ist folgendes bekannt: Beide Tatverdächtige sollen arabischer Abstammung sein. Einer der beiden Tatverdächtigen ist von großer und kräftiger Statur. Beide sprachen in schlechtem Deutsch mit Akzent. Der angegebene Firmensitz wurde bereits überprüft. Dort ist eine unbeteiligte Heizungsfirma, aber keine Teppichreinigungsfirma ansässig.

Text- und Bildquelle: Polizeipresse Neubrandenburg, news aktuell v. 06.12.17

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Verbraucherzentrale warnt vor übereilten Vertragsschlüssen

Infast allen größeren Städten Sachsen-Anhalts wird auffällige Werbung auf Hochglanzpapier in die Haushalte verteilt, in der es um die Wäsche oder Reparatur von Orient- und Antikteppichen geht.

Schonendes Klopfsaugen, Entmotten, Entmilben und Entfernung von Sandkörnern inklusive 4-fach Waschprozedur nach Tradition - alles zu Aktionspreisen angepriesen. 20 % Rabatt für alle Reparaturen, 5 % Rabatt für Senioren, Angebote zur Vorweihnachtszeit oder Gutscheine für eine Grundreinigung - die Angebote überschlagen sich.

Da die Teppiche auch kostenlos abgeholt und wieder nach Hause geliefert werden, erscheint das Angebot für zahlreiche Verbraucher offensichtlich attraktiv. Ein Besuchstermin wird vereinbart, die Teppiche besichtigt und leider viel zu schnell auch ein verbindlicher Auftrag für eine Reinigung oder Reparatur unterschrieben. Allerdings hat der auf dem Vertrag stehende Preis nicht mehr viel mit einem "Schnäppchen" zu tun. Es geht oft um Summen von mehreren hundert, sogar tausend Euro!

Schon Minuten später - die Teppiche haben die Wohnung verlassen - kommt bei vielen Verbrauchern das böse Erwachen. Dieser Preis für diese Leistung? Ist der Teppich tatsächlich so alt und wertvoll, dass sich die Reinigung oder Reparatur in einer solchen finanziellen Größenordnung überhaupt lohnt? War das Abzocke?

Die Teppiche kommen erst dann in die Wohnung zurück, wenn vollständig bezahlt wird. Ein Szenario, das Verbraucher verzweifeln lässt. Aber wie ist die Situation zu retten? Da es sich in diesen Fällen um sog. außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossene Verträge handelt, können diese widerrufen werden. Eine gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erfolgt regelmäßig nicht. Dann braucht der Teppichbesitzer nichts zahlen, sollte die Leistung bereits erbracht worden sein.

Die Auseinandersetzung mit der Gegenseite ist nicht einfach. Nach Feststellungen der Verbraucherzentrale ist im Einzelfall unter der auf dem Werbeflyer angegebenen Adresse die Firma gar nicht auffindbar oder es liegt keine Gewerbeannmeldung vor. Deshalb sollte in Abhängigkeit von den individuellen Umständen auch eine Anzeige wegen des Verdachtes des versuchten Betruges in Erwägung gezogen werden.

Um diesem Ärger aus dem Weg zu gehen, hilft nur, sich nicht zu übereilten Vertragsschlüssen - trotz blumiger Werbeversprechen - hinreißen zu lassen. Eine seriöse Firma kommt auch ein zweites Mal. Der Rat der Verbraucherzentrale ist deshalb eindeutig: Keine übereilten Vertragsschlüsse!

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt v. 17.11.16