gegen Trickdiebe und Trickbetrüger


Falsche Mitarbeiter eines Pflegedienstes, falsche MDK-Gutachter

Nachzahlung der Pflegeversicherung in bar

Am Montagnachmittag (4.6.) machte ein Trickdieb Beute bei einer Seniorin in Neuss. Er hatte sich als Arzt ausgegeben, der angeblich aufgrund einer Pflegeversicherung vorstellig wurde.

Gegen 15:40 Uhr klingelte der Unbekannte bei der über 80-Jährigen an der Frankenstraße. Er stellte sich als Arzt vor und sei gekommen, um eine Nachzahlung der Pflegeversicherung in bar zu leisten. Die Seniorin ließ ihn in die Wohnung. Zunächst fragte er, ob sie Geld wechseln könne. Als sie dies verneinte, schlug der Unbekannte vor, einen Allergietest durchzuführen.

Nachdem die Seniorin sich hierzu auf das Bett gelegt hatte, gab der Mann an, noch ein Gerät aus dem Auto holen zu müssen. Nachdem die Neusserin bemerkte, dass der Unbekannte nicht zurückkehrte, stellte sie auch das Fehlen von Schmuck, Geldbörse sowie Bargeld fest. Offenbar hatte der Mann beim Verlassen der Wohnung die Wertsachen an sich genommen. Sie informierte die Polizei. Eine Fahndung nach dem Trickdieb verlief bislang ohne Ergebnis.

Quelle: Polizeipresse Rhein-Kreis Neuss v. 05.06.18

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Falsche Mitarbeiter eines Pflegedienstes

Wer alt oder krank wird, kann sich nicht immer allein helfen, aber wer möchte schon ins Pflegeheim. Doch zum Glück gibt es Pflegedienste, die Menschen zu Hause versorgen. Es gibt Pflegedienste, bei denen man in der Regel mit denselben Mitarbeitern zu tun hat, bei anderen wechselt das Pflegepersonal häufig.

Pflegebürftige Menschen sind ideale Opfer. Sie sind meist allein zuhause. Aufgrund ihrer Gebrechlichkeit, sind sie kaum in der Lage sich zu wehren. Sie öffnen die Wohnungstür, weil sie den Pflegedienst erwarten. Trickbetrüger haben es auf diese Menschen abgesehen. Sie wollen deren Wertsachen und Bargeld stehlen. Ev. nehmen sie auch gleich den Wohnungsschlüssel oder den Ersatzschlüssel mit.

Mit frechen Lügen und selbstsicheren Auftreten versuchen sie, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen. Dazu geben sie sich an der Wohnungstür oder am Telefon als Pflegedienstmitarbeiter und sogar auch als Ordnungsamtsmitarbeiter aus. Sie sind adrett, nett und freundlich, sie wirken vertrauenswürdig. Anscheinend haben sie vorher ausspioniert, ob tatsächlich ein Pflegedienst in die Wohnung kommt.

Falsche Mitarbeiter des Ordnungsamtes geben z.B. vor, das Hab und Gut der Rentner überprüfen zu müssen, sie lassen die Verstecke und die Wertgegenstände zeigen. Dann stehlen sie.

Angebliche Pflegedienste kündigen den Besuch eines ihrer Mitarbeiter an, da eine Prüfung z. B. der Stromrechnung erforderlich sei. Hier könnten mögliche Verrechnungen mit der Pflege erfolgen. Auch dass angebliche Ausmessen von Stützstrümpfen oder der Verkauf von Strümpfen wurde schon telefonisch angekündigt. Sogar eine Überprüfung der Wohnung wird als Grund für den Besuch angegeben. Während das Opfer einen langen Fragebogen ausfüllen muss und so abgelenkt ist, wird Geld ud Schmuck geklaut.

Tipps der Polizei Kassel:

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Falsche MDK-Gutachter

Die ZBF Pflegedienst GmbH warnt:
In den meisten Fällen stehen die Betrüger als MDK (Medizinischer Dienst) Gutachter unangekündigt vor der Haustüre und geben vor, „die Pflegebedürftigkeit vor Ort überprüfen zu müssen“. Sie seien von der Krankenkasse beauftragt, zu kontrollieren, ob die Überleitung in die Pflegegrade auch korrekt verlaufen sei. Die Betroffenen werden dann aufgefordert, entsprechende vorliegende Unterlagen vorzuzeigen.

Während die Pflegebedürftigen Ihre Unterlagen heraussuchen, suchen die dreisten Diebe in der Wohnung nach Schmuck und Bargeld. Bevor die Betroffenen etwas merken sind die „falschen MDK Gutachter” schon wieder durch die Türe verschwunden.

Abkassiert:

Wenn das Opfer öffnet, behaupten die Betrüger vom Pflegedienst oder vom Medizinischen Dienst zu sein, um einen Hausbesuch vorzunehmen. Wundert sich der Betroffene dann, wird erklärt, dass es sich womöglich um einen Fehlbesuch handelt. Aber: Für diesen müsse eine Bearbeitungsgebühr erhoben werden, so die Gauner. Dann wird Bargeld verlangt – teils mehrere Hundert Euro (Quelle: Polizeipresse Bayern).

Weisen Sie darauf hin: