gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Teppichbetrüger, Aktuelle Fälle

Undurchsichtige Teppichankäufer verteilen Werbebroschüren

Wegen einer eher undurchsichtigen Werbebroschüre, die offenbar zu Beginn dieser Woche an mehrere Tausend Haushalte im Landkreis Gießen und im Wetteraukreis verteilt wurde, ermitteln derzeit Beamte Betrugskommissariats. Aus dieser Broschüre ging hervor, dass über eine Firma aus dem Wetteraukreis Teppiche angekauft und auch gereinigt werden können.

Mehrere Anrufer, denen die Anzeige suspekt vorkam, riefen nach dem Erhalt der Werbung die Polizei an. Die besorgten Bürger schilderten zum Teil, dass sie nach einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme den Verdacht schöpften, dass es sich dabei möglicherweise um einen Betrug handelt.

Bei den ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Firma am angegebenen Ort im Wetteraukreis offenbar nicht existent ist. Die mit dem Fall befasste Kriminalpolizei empfiehlt, sehr vorsichtig mit solchen Angeboten umzugehen.

Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei um eine altbekannte Betrugsmasche handelt. Dabei starten die Betrüger zunächst Anzeigen in bestimmten Regionen. Sie werben damit, Teppiche günstig zu reinigen und aufzukaufen. Dabei bieten sie auch oftmals einen Abholservice an. Geben die ahnungslosen Besitzer die Teppiche dann ab, wird zunächst ein fester Betrag vereinbart. Später, wenn die Teppiche zurückgebracht werden, fordern die Personen dann einen Preis, der um ein Vielfaches höher ist als der vereinbarte Preis. In einigen der Polizei bekannten Fälle wurden insbesondere ältere Menschen eingeschüchtert.

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Viel Geld für minderwertigen Seidenteppich

Im Osnabrücker Ortsteil Westerberg ist ein älteres Ehepaar Opfer von dreisten Betrügern geworden. Das Ehepaar erhielt vor einiger Zeit einen Anruf von einem angeblichen Teppichhändler. Der Anrufer bot einen teuren Teppich für einen sehr günstigen Preis an; das Ehepaar lehnte jedoch ab. Anfang März klingelten dann zwei unbekannte Männer bei dem Ehepaar und stellten sich als Söhne des Teppichhändlers vor. Sie boten einen angeblich handgeknüpften Seidenteppich an.

Nach einem längeren Gespräch und einer zusätzlichen Einladung zu einer Reise bezahlte das Ehepaar schließlich einen scheinbar günstigen Preis. Später stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei der Ware um einen minderwertigen, maschinengefertigten Teppich handelt. Auch die versprochene kostenlose Reise fand nicht statt.

Einer der Täter war ca. 50 bis 60 Jahre alt und sprach gutes Deutsch mit leichtem Akzent. Die Person war deutlich korpulent, hatte stark abstehende Ohren und graue, mittellange Haare. Bekleidet war der Mann mit einem hellblauen Hemd und einer schwarzen Hose. Der zweite Täter war ca. 35 bis 40 Jahre alt, hatte eine schlanke Figur und trug einen dunklen Anzug mit einem weißen Hemd. Er sprach hochdeutsch ohne Akzent und hatte glatt gekämmte, kurze schwarze Haare. Unterwegs waren die Unbekannten mit einem hochwertigen, schwarzen Mercedes mit Kennzeichen aus Mönchengladbach (MG).

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: Kaufverträge und insbesondere Käufe von hochwertigen Waren niemals an der Haustür abschließen. Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung. Bei unbekannten Besuchern ziehen Sie Nachbarn oder weitere Ihnen bekannte Personen hinzu. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei.

Quelle: Polizeipresse Osnabrück, news aktuell v. 19.03.19

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80Jährige mehrfach betrogen

Schon seit zwei Jahren hatten Betrüger eine 80-jährige um mehrere tausend Euro betrogen. Zunächst täuschte ein ihr bekannter Teppichverkäufer eine Notlage vor und erschlich sich damit eine Leihgabe von mehreren tausend Euro.

Die als Pfand dafür zurückgelassenen Teppiche wurden nicht ausgelöst. Stattdessen meldete sich ein angeblicher weiterer Teppichhändler und erklärte der Seniorin, dass er die als Pfand zurückgelassenen Teppiche nunmehr im Ausland verkaufen wolle, damit die Frau ihr Geld zurückbekäme. Dafür benötige er aber zwecks Reisekosten, Gutachten u.a. zunächst einen weiteren Vorschuss.

Erneut übergab die Niederkrüchtenerin mehrere tausend Euro. Als sie sich am Dienstag an ihre Bank wandte, um neuerlich mehrere tausend Euro abzuheben, schaltete die Bankmitarbeiterin die Polizei ein. Die Betrüger tauchten nicht mehr auf.

Quelle: Polizeipresse Viersen, news aktuell v. 24.10.18

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Vorsicht, wenn Sie mal einen Teppich in der Türkei gekauft haben

Derzeit lebt in Berlin eine altbekannte Masche des Trickbetrugs wieder auf: Es werden vornehmlich Senioren angerufen, die in der Vergangenheit Teppiche in der Türkei erwarben. Auf diesem Vertrauensverhältnis basierend, bieten die Täter zunächst einen Hausbesuch an, um die erworbenen Teppiche zu begutachten und gegebenenfalls eine Teppichpflege anzubieten.

In der Folge erscheinen die Täter – Vater und Sohn – persönlich bei ihren Opfern und geben vor, auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei nun in Deutschland ihre Ware verkaufen zu wollen. Die Teppiche sowie eine hohe Summe Bargeld befänden sich jedoch in noch nicht freigegebenen Containern beim Zoll.

Durch ihre eindringliche und überzeugende Art gelingt es den Tätern, jeweils Geldbeträge im vier- bzw. fünfstelligen Bereich von ihren gutgläubigen Opfern zu erlangen, um die Zollgebühren für die vermeintlichen Container bezahlen und diese so auslösen zu können. Die Opfer vertrauten leider vergeblich darauf, dass ihnen die Gelder, wie versprochen, umgehend zurückgezahlt würden.

In einem der Fälle wurde eine Frau über mehrere Tage von den Tätern kontaktiert und immer wieder unter Vorspiegelung verschiedener Notlagen sowie Ausübung psychischen Drucks überredet, noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Polizeipresse Berlin v. 19.05.17

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Container-Auslöse Masche

Am Dienstag fuhren noch unbekannte Betrüger gegen 13.15 Uhr auf einen Hof in Wennewick. Sie gaben sich gegenüber dem 62-jährigen Geschädigten als Teppichhändler aus. Der Geschädigte hatte wenige Tage zuvor mit einem Teppichhändler ein Telefongespräch geführt. In dem weiteren Gesprächsverlauf gaben die Täter an, dass sie in Osnabrück einen Container auslösen müssten, in dem sich auch Bargeld befände. Sie baten den 62-Jährigen um einen hohen vierstelligen Bargeldbetrag, um den Container auslösen zu können und lockten den Geschädigten mit 500 Euro Gewinn. Als Pfand boten die Täter dem Geschädigten einige Teppiche an.

Der Geschädigte ging auf den vermeintlich guten Handel ein. Die "Pfand-Teppiche" wurden ins Haus geladen und gemeinsam fuhr man nach Osnabrück. Dort übergab der Geschädigte den Betrügern das Bargeld und wurde anschließend aus dem Pkw gebeten. Der Geschädigte stieg aus und die Täter fuhren davon - sie kehrten allerdings nicht wie vereinbart zurück. Stattdessen erhielt der Geschädigte einen Anruf, in dem die Betrüger nun vorgaukelten, durch die Polizei festgenommen worden zu sein.

Die hinterlegten Teppiche sind nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kein taugliches Pfandobjekt für die herausgegebene Summe. Die beiden Betrüger waren mit einem BMW 316 i mit Kennzeichen aus Dortmund unterwegs. Das Kennzeichen ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand gestohlen. Der BMW ist schwarz mit einer roten Motorhaube. Die Täter sind ca. 45 und 30 Jahre alt und augenscheinlich südländischer Herkunft. Beide trugen schwarze Anzüge.

Quelle: Polizeipresse Borken, news aktuell v. 15.03.17

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